Hintergrund
Einige neuere Befunde aus Österreich
Wie steht es nun, nach den ersten umfangreicheren Messungen und wissenschaftlichen Diskursen, quantitativ um Sozialkapital und Nachhaltigkeitskultur?
Eine optimale soziale Einbindung hat heute etwa die Hälfte der Menschen - und krankmachenden Mangel an Sozialkapital erleidet etwa ein Zehntel.
Die soziale Einbindung in Familie, Vereinsleben und Arbeitswelt, in politischen und religiösen Glaubensgemeinschaften geht seit Jahren zurück, etwa um ein bis zwei Prozent im Jahr -und wird höchstens zur Hälfte durch neue Gemeinschaftsformen und Einbindungen ersetzt.
In der Migration (bei etwa anderthalb Millionen Neu-Österret-cherlnnen und einer Million Aus-lands-Österreicherlnnen) sind •Vereinsamung wie Festigung und Neubildung von Bindungen verstärkt, aber in einem ähnlichen Verhä Itnis zwischen Gewinn und Verlust.
Der Anteil der Österreicherinnen mit einer umfassenden Nachhaltigkeitskultur (mit vollem Um-weltbewusstsein, konsequentem ökologischen und humanitären Lebensstil) umfasst nach noch sehr wenig entwickelten Messungen und Schätzungen zwischen 6 und 15 Prozent - nimmt aber rasch zu.
Nachhaltigkeitskultur wird kaum durch Massenmedien und Werbewirtschaft verbreitet, sondern breitet sich fast nur über „ansteckende Meme" in Gemeinschaften und persönlichen Beziehungen aus, unterstützt von Bildung. Das ergibt derzeit noch kleine, aber hoffnungsvoll sich steigernde Wachstumsraten.