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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Aufsatz in Zeitschrift
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Naturkundemuseum heute - Beispiel Hannover.
Zeitschrift/Zeitung:
Unterricht Biologie
Erscheinungsjahr:
Seite (von-bis):
16-20
Kurzinfo:
1. Die Naturkundemuseen können in ihrer, mit modernen museumspädagogischen Mitteln gestalteten, bevölkerungsbezogenen Umorientierung u.a. deshalb besonders erfolgreich sein (z.B: gegenüber Kunstgalerien), weil der Bezug des Publikums zu naturkundlichen Darstellungen enger - vielleicht emotional ursprünglicher ist.
2. Aus dem Naturalienkabinett des königlichen Hauses und den privaten Sammlung der "Naturhistorischen Gesellschaft zu Hannover" wurde 1853 das Museum gegründet. Bis etwa 1925 glichen die Ausstellungen überfüllten Magazinen. Danach wurde neben dem Sammeln von Naturmaterial ein Übergang vollzogen in Richtung der Austellung naturkundlicher Themenbereiche, die mit Sammlungsstücken belegt und erklärt wurden. Einmal gestaltet, galten sie jedoch als abgeschlossen.
3. Gegenwärtig ist ein "Öffnungsprozess" im Gange, der naturkundliche Einsichten auf unterschiedliche Weisen in möglichst viele Schichten der Bevölkerung bringen will ("von Lieschen Müller bis zum Hochschulprofessor Meyer"), d.h. es ist insbesondere kein einseitig ausgerichtetes Schulmuseum.
4. Neben einer pädagogisch-didaktischen Schausammlungsarbeit liegt der Schwerpunkt der "biologischen Museumsarbeit" in der Öffentlichkeitsarbeit. Um die Öffentlichkeit allgemein für das Naturkundemuseum zu interessieren, wurden Einrichtungen geschaffen und Veranstaltungen angeboten, die dem Bildungsbedürfniss der Öffentlichkeit nach biologischen Sachverhalten nachkamen:
- Große Aquarienanlage, die größte Anziehungskraft ausübte und dadurch ein großen Beitrag zum Abbau der "Schwellenangst" darstellt.
- regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen (Bestimmungsübungen, Beratung zu verschiedenen Themen, Naturkundliches Basteln,...)
- Einblick in die Museumsarbeit (z.B.: Ferienkurse)
- Zielgruppenangebote (u.a. Lehrerfortbildung)
- themenbezogene Vorträge und Führungen
5. Im Ausstellungsbereich werden wenig aussagekräftige Ansammlungen von Präparaten durch pädagogisch und graphisch ausgearbeitete Themenkreise ersetzt
6. Wechselausstellungen machen das Museum abwechselungsreich. Ein Idealzustand wäre erreicht, wenn auf diese Weise der Großteil desMagazinbestandes im "rotierenden System" in der Schausammlung zu sehen ist (S.18).
7. Die unter Museumswissenschaftlern sehr umstrittenen Dioramen (naturgetreu gestaltete Landschaftsausschnitte: von "kitschiges Kindertheater" bis zu "packenden Museumsdarstellungen"), die primär emotionale Naturbegeisterung hervorrufen, sollen durch sachliche Erläuterungen biologischer Zusammenhänge ergänzt werden.
8. Aktualitätsbezug zur Wissenschaft
9. Mit "thematisch brisanten biologischen Ausstellungen" (z.B. Umweltschutz) kann das Museum in der Öffentlichkeit als eine aktuelle Kultureinrichtung angenommen werden
10. Sonderausstellungen/Wanderausstellungen. u.a. zu Randgebieten der Naturkunde, mit fächerübergreifenden Inhalten, in Kooperation mit andern Institutionen oder privaten Vereinigungen (S.19)
11. Serviceleistungen für die Schule: z.B. "Schulkoffer zur Biologie". Die Zusammenarbeit mit den Schulen ist für das Museum wichtig, umgekehrt kann die Schule von einem pädagogisah erschlossenem Museum wesentlich profitieren.
12. Diese ersten Schritte in Richtung auf ein pädagogisch erschlossenes Naturkundemuseum stoßen bei einigen Museumswissenschaftlern immer noch auf Ablehnung (S.20).