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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Aufsatz in Sammelwerk (SW)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Zum Bildungsauftrag eines technikgeschichtlichen Museums.
In Herausgeberwerk (Quelle):
SW Herausgeber(in):
 
SW Hauptsachtitel:
Das Museum - Lernort contra Musentempel.
Erscheinungsort:
Gießen
Erscheinungsjahr:
Seite (von-bis):
32-35
Kurzinfo:
Das Epochemachende des Deutschen Museums war von Anfang an seine Absicht, breiteste Volksschichten zu bilden.
These 1: Das Bildungsprinzip ist integraler Bestandteil einer jeden Ausstellungsabteilung schon von Planung und Aufbau an; Museumspädagogik ist nicht nachträgliche Aktivität zur Aktualisierung unpädagogisch aufgebauter Ausstellungen. Didaktik und Pädagogik werden dabei nicht unterschieden...
These 2: So sehr Bildung nicht ein akzidentielles, sondern konstitutives Element der Museumsarbeit ist, so wenig ist sie eine schulische, oder gar vorschulische oder sozialcaritative Ersatzfunktion. Der Bildungsauftrag ist vielmehr ein museumsspezifisches und originäres Angebot, das durch keine andere Institution realisiert, aber von jeder anderen Institution in Anspruch genommen werden kann.
These 3: Es ist bildungsökonomisch eine der "rentabelsten" Investitionen, die naturwiss.-techn. Bildungspotenz des Deutschen Museums nicht nur "zufälligen" Benutzergruppen zu erschließen, sondern systematisch in das ordentliche Bildungssystem zu integrieren
These 4: In den Bereichen der Berufsfindung, Berufsbildung und Kulturgeschichte finden die Bildungssysteme noch "weiße Stellen", das Deutsche Museum aber wesenstypische Aufgabenfelder.
These 5: Will ein Technikmuseum teilnehmen am zeitgenössischen Dialog und nicht nur in der Vergangenheit gegebene Antworten registrieren, muß es immer wieder die Objektivität der Technik in der Subjektivität des Menschen spiegeln.
Es geht deshalb nicht mehr an, die Technik und Naturwissenschaften auszustellen als autonome sachbereiche, die in "Sachzwang" fortschreiten, oder als automatische Evolution, die getreiben wird von Naturgesetzen und Geniekult. Naturwissenschaft und Technik müssen vielmehr sichtbar werden in ihrere Dependenz mit allem, was wirklich ist, mit anderen Kulturbereichen, in ihrem sozialen, kulturellen, ökologischen - mit einem Wort: in ihrem humanen Bezug. Trotz der dabei existierenden Gefahr in neue Ideologien zu verfallen, hieße es zu unterlassen, in alter Ideologie fortzufahren.