User Online: 3 | Timeout: 13:41Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | Verein (VfÖ) | Info | Auswahl | Logout | AAA  Mobil →
BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
Datensätze des Ergebnisses:
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen
1. Urheberwerk
(Korrektur)Anmerkung zu einem Objekt von BNE-LITERATUR per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!) in den Download Korb (max. 50)!
Urheber:
zus. bet. Pers.:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hauptsachtitel:
Flucht und Migration.
Untertitel/Zusätze:
Wenn der Weg mal nicht das Ziel ist. Eine Handreichung für Lehrer.
Erscheinungsort:
Bonn
Erscheinungsjahr:
Titelbild:
Kleinbild
Kurzinfo:
Urheberinfo:
Während die Politik noch über Gefahren und Chancen von Migration und Integration diskutiert, sind deutsche Schulen längst im Jetzt angekommen. In jeder Klasse sitzen heute Kinder von Einwanderern. Damit bereitet Schule ganz nebenbei auf eine Gesellschaft vor, die lernen muss, Vielfalt zu schätzen. Denn die Vielfalt ist da. Sie umgibt uns – wir sind Teil einer globalen Gemeinschaft, Teil der Weltgesellschaft.

Das Unterrichtsmaterial "Flucht und Migration" unterstützt Sie und Ihre Schüler auf dem Weg zu einer toleranten und offenen Klassen- und Schulgemeinschaft. Es ist nach den Lehrplänen für Erdkunde und Politik der Klassen 7 bis 10 konzipiert, eignet sich aber auch für den Deutsch- und Religionsunterricht. Anhand von Migrationsgeschichten reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Lebenssituation und entwickeln Empathie für die Lage von Flüchtlingen und Fremden. Das Material folgt dem Dreiklang des Globalen Lernens: erkennen, bewerten, handeln.

Sehr geehrte Nutzerinnen und Nutzer,

als Teile einer mobilen Gesellschaft gehört es für uns selbstverständlich zum Alltag unterwegs zu sein. Vieles bringt unsere Arbeit mit sich, jedoch sind wir in der Regel neugierig darauf, neue Orte, Kulturen und ferne Länder kennenzulernen.

Weltweit sind viele Millionen Menschen ständig unterwegs, jedoch viele nicht aus reiner Reiselust, sondern weil es äußere Umstände notwendig machen: politische Verfolgung, wirtschaftliche Not oder Bürgerkrieg und vieles mehr. Doch für diese Menschen ist die Mobilität nicht ein Weg von A nach B, sondern sie kommen selbst nach Jahren noch nicht an. Sie finden keine neue Heimat, weil sie aufgrund von Gesetzen und anderen politischen Umständen oft in Gemeinschaftsunterkünften oder Auffanglagern festsitzen und dort zur Untätigkeit verurteilt sind.

Diese Orte sind in der Regel sehr isoliert, von den Menschen der Umgebung mit Angst und Unsicherheit verknüpft, persönliche Kontakte kommen nur sehr selten zustande. Etwas anders ist die Situation bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, wenn sie dann einen Platz in einer Wohneinrichtung zugewiesen bekommen, besteht die Möglichkeit, im System Schule einander kennenzulernen und sich zu öffnen – von beiden Seiten. Allerdings ist es ganz wesentlich, dass dieser Prozess der Öffnung begleitet wird, damit er positiv verlaufen kann. Diese Unterrichtsmaterialien richten aus diesem Grund ihren Fokus speziell auf die Situation von jungen Menschen, die zum Teil lange nach Ihrer Ankunft leider immer noch nicht wirklich angekommen sind. Durch die persönlichen Geschichten in diesem Heft bekommt die abstrakte Vorstellung von Migration eine persönliche Tiefe, die wir brauchen, um an tragfähigen Beziehungen bauen zu können.

Als Salesianer Don Boscos sind wir in den Fluchtländern, wie auch in den aufnehmenden Ländern präsent und arbeiten mit und für junge Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben. Aus dieser Arbeit wissen wir, dass es überall Beziehung und Zukunft braucht, damit junge Menschen eine Heimat finden und auf dem Weg zu einem gelingenden Leben voranschreiten können. Den Autoren dieser Handreichung für Lehrkräfte ist es besonders wichtig, dass Schülerinnen und Schüler selbst zu Akteuren werden und zum Handeln angeregt werden. Hierbei geht es nicht um Ideen, die sofort die Welt verändern, sondern um ganz konkrete Schritte, die auf der lokalen Ebene etwas anstoßen und positiv verändern – in der Klasse, der Schule, der Pfarrei oder dem Sportverein.

Ihnen danke ich schon jetzt für Ihren Einsatz für junge Menschen und wünsche Ihnen mit Ihren Lernprojekten viel Erfolg.

Ihr
P. Stefan Stöhr SDB
Pater Stefan ist Jugendpastoralbeauftragter der deutschen Provinz der Salesianer
Don Boscos mit Sitz in München.
Inhaltsverzeichnis :
Vorwort

Einleitung

Unterrichtsbausteine

Unterrichtsbaustein 1

Unterrichtsbaustein 2

Sechs Migrationsgeschichten

Unterrichtsbaustein 3

Anhang: Migration im Überblick

Impressum
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
24.07.2018