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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Verfasserwerk
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Konsummuster privater Lebensformen.
Untertitel/Zusätze:
Analysen zum Verhältnis von familiendemographischem Wandel und privater Nachfrage.
Erscheinungsort:
Wiesbaden
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3824443066
Kurzinfo:
Die historische Entwicklung des Konsums ist eng verknüpft mit der Ausdifferenzierung von Haushalts- und Familienstrukturen. Erst die zunehmende Ausdifferenzierung von Gesellschaft und Wirtschaft, die Trennung von Arbeitsplatz und privatem Haushalt ermöglichte die Entwicklung des „Konsumentenhaushalts" mit spezifischen Nachfragestrukturen. Der Beitrag folgt der These, daß Konsum auch heute ein Bereich ist, der mit gesellschaftlichen Strukturen und ihrem Wandel eng verbunden ist. Konsum ist ein Bereich, an dem sich spezifische soziale Strukturen und spezifische Muster der Lebensgestaltung ausdrücken. Zu diesen spezifischen Mustern gehört seit Jahrzehnten in der Bundesrepublik die Ausdifferenzierung der privaten Lebensformen. Die „Kernfamilie" stellt nach wie vor die häufigste Lebensform dar, in den letzten Jahrzehnten haben sich jedoch jenseits dieser Lebensform andere private Lebensformen stärker entwickelt. Aus der Perspektive des Lebensverlaufs ergibt sich daraus eine stärkere Dynamik von Lebensformen: Andere private Lebensformen treten vor und nach eine Ehe und teilweise werden sie auch statt einer Ehe gelebt - zumindest phasenweise, manchmal auch dauerhaft. Wenn Konsum und gesellschaftliche Standards in enger Verbindung stehen, müßte sich dies auch in einer Ausdifferenzierung spezifischer Konsummuster niederschlagen, so die These. Anders formuliert: Bilden private Lebensformen unterschiedliche Konsummuster aus? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? Entsprechende Konsummuster privater Lebensformen wurden bisher von der (Familien-)Soziologie weitgehend vernachlässigt, obwohl es sich dabei um einen zentralen Bereich der Alltagsgestaltung von Ehepaaren, Singles, Alleinerziehenden und nichtehelichen Lebensgemeinschaften handelt. Ein ähnliches Defizit gilt für die Konsumentenforschung, wo private Lebensformen in ihrer Heterogenität bisher nur in unzureichender Form berücksichtigt werden. Dabei könnte die Kenntnis ihrer heterogenen Struktur Konzepte der Marktsegmentation effizienter gestalten. Es wird ein theoretischer Ansatz zum Verhältnis von Konsum und privaten Lebensformen dargestellt und Ergebnisse empirischer Analysen skizziert. Der Vortrag versteht sich auch als Plädoyer für eine stärkere interdisziplinäre Kooperation von Marketing und Soziologie.