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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
 
 
 
 
 
 
zus. bet. Pers.:
 
 
 
 
zus. bet. Körpersch.:
Hauptsachtitel:
Umwelt - Ernährung - Gesundheit.
Untertitel/Zusätze:
Beschreibung der Dynamiken eines gesellschaftlichen Handlungsfeldes
Erscheinungsort:
Freiburg
Erscheinungsjahr:
Kurzinfo:
Das vorliegende Diskussionspapier ist ein vorläufiges Arbeitsergebnis des Projektes Ernährungswende, eines Verbundvorhabens des Forschungsverbundes Ökoforum, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des sozial-ökologischen Forschungsprogramms gefördert wird. Das Diskussionspapier beschreibt Dynamiken im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit mit dem Schwerpunkt auf Ernährung in Deutschland. Ernährung wurde bis in die 1960er Jahre in Deutschland vorrangig unter dem Blickwinkel Nahrungssicherheit betrachtet. In Folge des wirtschaftlichen Aufschwungs und der zunehmend europäisch ausgerichteten Agrarpolitik mit Primat auf Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Agrarmarkt, ist anstelle der Mangelsituation ein Überangebot von Nahrung getreten. Der Ernährungsbere ich ist heute von der Frage des Umgangs mit Nahrungswohlstand und Fehlernährung- v.a. als Folge von Überernährung geprägt. Es geht aktuell folglich nicht mehr um die Grundsicherung der Ernährung der Bevölkerung, sondern um die Befriedigung von Ernährungsbedürfnissen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen, um Lebensmittelsicherheit und um ein „in den Griff bekommen″ von Fehlernährung 1. Bisher wurde Ernährung in der Wissenschaft meist aus einer naturwissenschaftlich-medizinischen und damit stofflichen Perspektive (Nahrungsmittelinhaltsstoffe, Kalorien/Joule, Ernährungsstoffwechsel, Risikofaktoren, Vermeidung von Krankheiten, etc.) in Blick genommen, wohin gegen eine sozialwissenschaftliche Betrachtung von Ernährung (Motivationen für unterschiedliche Ernährungsweisen, Bedeutungen von Mahlzeiten, Lebensstile etc.) eher eine untergeordnete Rolle spielte. Ebenso wurden Rahmenbedingungen (Infrastruktur, Gesetzgebung, Politik etc.), die die Handlungsspielräume unterschiedlicher Akteure festlegen, bisher wenig in die Betrachtung einbezogen. Um wirksame Strategien für eine nachhaltige Ernährung 2 – und das ist Ziel des Forschungsvorhabens Ernährungswende – zu entwickeln, ist es unabdingbar, Ernährung sowohl in ihrer stofflich-materiellen Dimension als auch in ihren sozio-kulturellen und strukturellen Dimensionen zu analysieren. Dies erfordert einen Wandel in der Betrachtung: Ernährung wird nicht als Bedarfsfeld, sondern als Bedürfnis- und Handlungsfeld verstanden. Das Projekt Ernährungswende analysiert das Handlungsfeld aus der KonsumentInnenperspektive. Dies bedeutet, dass der Ernährungsalltag der KonsumentInnen und ihr Alltagshandeln im Mittelpunkt der Betrachtung stehen und von hier aus der Blick auf Umwelt und Gesundheit erfolgt.
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