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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Urheber:
Urheber Kürzel:
zus. bet. Pers.:
 
 
 
Hauptsachtitel:
Alle Kinder sind gleich?!
Untertitel/Zusätze:
Der Diversity-Ansatz in der Kinder- und Jugendarbeit
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
Titelbild:
Kleinbild
Kurzinfo:
EINLEITUNG

Der Begriff der „Vielfalt″ und seine englische Übersetzung diversity sind in aller Munde. Viele Dinge werden damit assoziiert. Ist die so genannte „Multi-Kulti-Gesellschaft″ die gelebte Vielfalt? Wer zieht Grenzen - die sprichwörtlichen und die wahrhaftigen – und zu welchem Zweck? Wer entscheidet über die eigene Identität? Wie kann ein Mensch, der nicht zur Mehrheitsgesellschaft gehört, Wege aus den fremden Zuschreibungen finden? Und: Wie kann ein Mensch, der die Mehrheitsgesellschaft repräsentiert, Orte umdenken und neu gestalten, damit kulturelle Begegnungen und Chancengleichheit möglich werden?

Die vorliegende Handreichung stellt eine Methodensammlung für die Ausbildung im Bereich Sozialwesen dar, welche auf dem Ansatz der diversity-Pädagogik basiert. Sie kann zum einen als Gesamtausgabe für ein fachpraktisches Projekt, zum Beispiel im Rahmen eines Projekttages, verwendet werden. Zum anderen können Methoden einzeln je nach Zielsetzung der Unterrichtseinheit verwendet werden. Es geht hier um viel mehr als um das Motto „Wir sind doch alle gleich″. Die Handreichung möchte zur Anerkennung von Vielfalt beitragen UND negative Auswirkungen von Diskriminierung thematisieren. Im Kontext des Globalen Lernens fokussiert die Methodensammlung auf das Erkennen von Machtverhältnissen und Ideologien, die Ungleichheit und Ungerechtigkeit hervorbringen. Es geht um die Wahrnehmung von gesellschaftlichen Strukturen in einem globalen Kontext und die Reflektion individuellen Handelns. Und nicht zuletzt geht es um das Aktivwerden und das Entwickeln von alternativen Handlungsoptionen, die vom persönlichen Empowerment bis hin zu der Veränderung von Organisationsstrukturen zu Gunsten einer konsequent inklusiven sozialen Institution reichen können.

Die Auszubildenden werden mit diesen Methoden für gesellschaftliche Schieflagen sensibilisiert. Sie lernen, wie sie als zukünftige Multiplikator_innen kritisches Denken über Gerechtigkeit anregen und wie sie aktiv werden können gegen Unrecht und Diskriminierung. Es wird um Prioritäten und Privilegien gehen, um feste Bilder im Kopf und den fehlenden Radiergummi dazu. Sie werden in Rollen von Kindern schlüpfen, um einen Perspektivwechsel zu erfahren. Sie sollen angeregt werden, sich gegenseitig als vielfältige Individuen in der Gruppe wertzuschätzen, gleich welche Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, körperlichen Merkmale, sexuelle Orientierung , Religion, welchen sozialen Status oder welches Alter jede_r Einzelne hat. Es erfordert eine Menge Mut, sich selbst und die eigene Haltung in Frage zu stellen, das Wanken des bisher Erlernten auszuhalten und sich für eine vorurteilsbewusste Haltung zu öffnen. Wenn Sie sich jedoch für die gemeinsame Reise entscheiden, so werden Ihnen und ihrer Klasse manchmal schon am selben Tag die Mechanismen bewusst, wie Realitäten geschaffen werden und wie Sie und Ihre Klasse dagegen steuern können für eine Welt der Vielfalt und des gegenseitigen Respekts.

Wir bedanken uns herzlich bei der Anti-Bias Werkstatt für die Bereitstellung von einigen ihrer
Methoden für diese Publikation. Des Weiteren gilt der Dank dem EPIZ –Team für den intensiven
und höchst inspirierenden Austausch.

Wir wünschen viel Spaß!

Janika Hartwig und Izabela Zarebska
Inhaltsverzeichnis :
Einleitung

Die Geschichte meines Namens

Was ist Diversity?

Meinungsbarometer

Identitätswurm

Funktionen von Vorurteilen

UNO-Kleingruppenaufteilung

Ein Schritt nach vorn

Der Diversity-Check oder Die Einrichtung der Vielfalt

Komplimenteknäuel (Abschlussübung)

Weiterführende Literatur und Links
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
04.08.2015