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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Die Implementierung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Deutschland
Erscheinungsort:
diplom.de
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3842812167
 
9783842812161
Titelbild:
Kleinbild
Kurzinfo:
Inhaltsangabe:Einleitung: ?Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.? So heißt es im Bericht der Brundtland-Kommission im Jahr 1987 und sagt aus, man sollte an den derzeitigen Lebensstilen unserer Gesellschaft anknüpfen. Querschnittsthemen wie Fragen des Klimawandels, des Umgangs mit der Ressource Wasser, oder auch Energiefragen sind in diesem Zusammenhang genauso relevant wie die Frage nach einer inter- und intragenerationellen Gerechtigkeit. Bei Bildung für nachhaltige Entwicklung, dem umfassenden politischen und pädagogischen Bildungskonzept, geht es daher nicht in erster Linie darum, die damit verbundenen komplexen Themenbereiche nur auf der Wissensebene zu vermitteln. Das Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist es, jeden Einzelnen Fähigkeiten mit auf den Weg zu geben, die es ihm ermöglichen, aktiv und eigenverantwortlich die Zukunft mit zu gestalten. In diesem Zusammenhang spielen ebenso wahrnehmungs- wie auch handlungsbezogene Komponenten der Bildung eine entscheidende Rolle. Das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung hingegen stellt die engen Beziehungen, die zwischen Lebensstil, Umweltqualität und einer gerechten Verteilung der Ressourcen bestehen, in den Vordergrund. Aber wie wird dieses Thema in die aktuelle Bildungsdebatte in Deutschland integriert und ist es überhaupt möglich diese zu integrieren? Aus diesem Interesse heraus möchte ich herausfinden wie sich Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland definiert und im deutschen Bildungssystem verankert ist, welche politischen Akteure darauf Einfluss nehmen und insbesondere deutlich machen, warum es notwendig ist, das pädagogische Bildungskonzept ? Bildung für nachhaltige Entwicklung ? in die (Aus-) Bildung zu implementieren. Nachfolgend wird ?Bildung für nachhaltige Entwicklung? mit dem Akronym ?BnE? abgekürzt. Aus diesen Gründen wird die vorliegende Abschlussarbeit im Fach Regionalwissenschaften mit dem Titel ?Die Implementierung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland? benannt. Nachdem im ersten Kapitel die Grundlagen für Nachhaltigkeit und im zweiten Kapitel die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BnE) in Deutschland erläutert wird, folgt im dritten Kapitel eine Darstellung der politischen Akteure und deren Einflussnahme auf BnE sowie die Messbarkeit von BnE. Das vierte Kapitel dient der Darstellung des Fallbeispiels Berlin und deren Implementierung von BnE. Dieses wird zusätzlich gestützt durch eine Expertenbefragung mit einer Berliner Lehrerin, die auch Regionalkoordinatorin für UNESCO Projekt Schulen (UPS) ist. Das fünfte und letzte Kapitel schließt mit den gewonnenen Ergebnissen zu meiner Leitfrage ? Wie ist BnE im deutschen Bildungssystem implementiert? ? ab und wird zusammenfassend dargestellt. Bevor die einzelnen Kapitel ihre Bedeutung finden, wird der Begriff der Nachhaltigkeit für sich betrachtet. Was bedeutet Nachhaltigkeit und wie wird der Begriff in Deutschland definiert? Welche Rolle nehmen Schulen und ganz allgemein Bildung in diesen Zusammenhang ein? Letztlich soll die vorliegende Arbeit einen Überblick und eine besseres Verständnis darüber geben, wie Nachhaltigkeit und Bildung im deutschen Bildungssystem miteinander verknüpft ist und umgesetzt wird.Inhaltsverzeichnis:Inhaltsverzeichnis: 1.Einleitung1 1.1Definition und Herkunft der Nachhaltigkeit2 1.2Grundlagen der Nachhaltigkeit3 2.Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland5 2.1Die Definition und Entwicklung von BnE in Deutschland5 2.2Konzeptionelle Vorgaben für Bildung für Nachhaltige Entwicklung8 2.3Die Bedeutung der Agenda 21 für die BnE in Deutschland10 3.Hauptakteure in der Bildung für nachhaltige Entwicklung11 3.1Bildung für nachhaltige Entwicklung als interdisziplinäre Aufgabe für die Politik12 3.2Vernetzungen von Akteuren und deren Kompetenzen13 3.3Indikatoren der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der nationale Standard15 3.4Die Umsetzung der BnE im deutschen Bidlungssystem18 3.4.1Orientierungsrahmen - Bildung für nachhaltige Entwicklung19 3.4.2Informelles Lernen als Ergebnis der Lokalen Agenda 2122 4.Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung am Fallbeispiel Berlin23 4.1Lokale Agenda 21 Berlin (LA-21 Berlin)24 4.2Projekt ?50/50 Energiesparen an Schulen' in Berlin27 4.3Projekt ?Interkultureller Garten? gefördert durch die ?Projektagentur Zukunftsfähiges Berlin?28 5.Zusammenfassung30 6.Quellen33Textprobe:Textprobe: Kapitel 2.3, Die Bedeutung der Agenda 21 für die BnE in Deutschland: Im Folgenden werden die Bedeutung und der Einfluss der Agenda 21 für die BnE kurz erläutert. Insgesamt 179 Staaten verabschiedeten auf dem UNO-Gipfeltreffen für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro das Abschlussdokument mit dem Namen ?Agenda 21?. In wörtlicher Übersetzung und mit vollem Titel bedeutet dieses Kürzel: ?Was im 21 Jahrhundert zu tun ist.? Das Dokument ist wichtiger Wegweiser in der Umwelt- und Entwicklungspolitik, denn es zeigt auf, dass nicht nur die Entwicklungsländer, sondern auch die Industriestaaten ihre Politik ändern müssen, wenn für die nachfolgende Generationen ein zukunftsfähiges Leben auf diesem Planeten möglich sein soll. ?Die Agenda 21 war und ist ein Meilenstein in dem Bemühen der Menschheit, die drängenden globalen Probleme zu lösen und den Wohlstand für heutige und zukünftige Generationen zu sichern. Sie beinhaltet mit dem Leitmotiv einer nachhaltigen Entwicklung eine normative Langzeit-Vision. (?) Es herrscht eine große Diskrepanz zwischen den Zielen der Agenda 21 und deren Implementierung.? Zu dieser Herausforderung und den Aufgaben hat sich die Deutsche Bundesregierung in aller Form bekannt und verpflichtet. Insgesamt besteht die ?Agenda 21? aus vier Teilen mit insgesamt 40 Kapiteln. Über allen Einzelthemen steht der Begriff der ?Nachhaltigen Entwicklung? (sustainable development), der stellenweise auch mit ?Zukunftsfähigkeit? übersetzt wird. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, beschreibt der Begriff, dass die Menschheit nur so viel verbrauchen darf, wie in gleichem Zeitraum nachwächst oder auf andere Weise wiederhergestellt wird. Ein Kapitel der Agenda 21 ? Kapitel 36 - beschäftigt sich mit der Bildung. Neben dem Grundrecht auf eine ausreichende Schulbildung ist hier auch die Aufgabe genannt, die Inhalte der Nachhaltigen Entwicklung in den Bildungseinrichtungen zu verankern. Von 1999 bis 2004 arbeiteten 15 Bundesländer in einer Bund-Länder-Kommmission zur Agenda 21 zusammen. Dort entstanden Konzepte, Materialien und Strukturen, unter der Beteiligung von bundesweit rund 200 Schulen. Mit dem Aktionsprogramm ? Agenda 21 ? werden detaillierte Handlungsaufträge gegeben, um einer weiteren Verschlechterung der Situation entgegenzuwirken, eine schrittweise Verbesserung zu erreichen und eine nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen sicherzustellen. Wesentlicher Ansatz ist dabei die Integration von Umweltaspekten in alle anderen Politikbereiche. Das Aktionsprogramm gilt sowohl für Industrie- wie für Entwicklungsländer. Es enthält wichtige Festlegungen, u. a. zur Armutsbekämpfung, Bevölkerungspolitik, zu Handel und Umwelt, zur Abfall-, Chemikalien-, Klima- und Energiepolitik, zur Landwirtschaftspolitik sowie zu finanzieller und technologischer Zusammenarbeit der Industrie- und Entwicklungsländer. Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrer bi- und multilateralen entwicklungspolitischen Zusammenarbeit an der Agenda 21. Im Kapitel 39 wird das Recht der politischen Gestaltung gefordert, wobei internationale Rechtsinstrumente und -mechanismen für eine nachhaltige Entwicklung zu entwickeln sind. Das Aktionsprogramm - Agenda 21 - ist somit richtungweisend im Hinblick auf Nachhaltigkeit und dient als Orientierung für eine BnE. Darüber hinaus fordert die Agenda 21 im Kapitel 28 alle Kommunen der Unterzeichnerländer dazu auf, ein nachhaltig orientiertes Handlungsprogramm zu entwickeln. ?Da viele der in der Agenda 21 angesprochenen Probleme und Lösungen auf Aktivitäten auf der örtlichen Ebene zurückzuführen sind, ist die Beteiligung und Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor bei der Verwirklichung der in der Agenda enthaltenen Ziele. (?) die Mehrzahl der Kommunalverwaltungen der einzelnen Länder gemeinsam mit ihren Bürgern einem Konsultationsprozess unterzogen und einen Konsens hinsichtlich einer ?lokalen Agenda 21? für die Gemeinschaft erzielt haben.? Daher ist die Lokale Agenda 21 für konkrete Handlungsanweisungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Bildung von Bedeutung, nach dem Motto ?Global denken ? lokal handeln?, und soll auf kommunaler Ebene die Nachhaltigkeit entwickeln. Dadurch wird die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft gefördert und gesichert. Im folgenden dritten Kapitel wird die Notwendigkeit und Relevanz der Lokalen Agenda 21 mit Blick auf die Implementierung der BnE vertiefend dargestellt.