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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Außerschulisches regionales Lernen als Bildungsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung.
Untertitel/Zusätze:
Entwicklung und Evaluierung des Konzeptes "Regionales Lernen 21+".
Erscheinungsort:
Weingarten
Erscheinungsjahr:
ISBN:
9783925319310
Kurzinfo:
1 Einleitung (Auszug)
Die vorliegende Arbeit stellt die Schlussfolgerung aus den beiden folgenden Prämissen dar:
1. Partizipation ist notwendig und
2. Partizipation muss über Bildung gefördert werden.
Die erste Prämisse beruht auf dem Kerngedanken einer nachhaltigen Entwicklung. Danach bedarf es der Mitwirkung jedes Einzelnen, innovative Formen des Zusammenlebens und – arbeitens zu denken und umzusetzen, die auf dem Prinzip der Anerkennung beruhen und allen Menschen Teilhabe an materiellen, natürlichen und kulturellen Gütern ermöglichen - im engen und Generationen übergreifenden Zusammenhang. Solch eine Partizipation im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung ist mehrdimensional aufzufassen: Sie beruht sowohl auf gemeinschaftlichem wie auch individuellem Handeln und bezieht sich auf das gesellschaftliche wie auch das private Leben. Voraussetzungen für Partizipation und gleichzeitig deren Ergebnis sind demokratische und rechtstaatliche Strukturen, die einen Freiraum für selbstbestimmtes Denken und Handeln schaffen, sowie die Aneignung von Schlüsselkompetenzen1 (vgl. RYCHEN & SALGANIK, 2003), die zum selbstbestimmten Denken und Handeln befähigen. Heutzutage sind jedoch viele Menschen in verschiedenen Regionen und Gesellschaften weltweit an der Partizipation gehindert, da diese Voraussetzungen nicht gegeben sind (vgl. KERKOW, 2005). Zur zweiten Prämisse: Der uneingeschränkte Zugang zur Bildung und die Ausrichtung der Bildung auf das Ziel, jeden Einzelnen zur Partizipation zu befähigen, stellen unverzichtbare Schritte in Richtung nachhaltiger Entwicklung dar. Während für viele Gesellschaften dieser Welt die Herausforderung darin besteht, den ersten Schritt zu tun und allen Bürgern einen Zugang zur Bildung zu ermöglichen, stellt die Neuorientierung der Bildung vor allem für Industriegesellschaften eine neue, bisher nur von einigen Mitgliedern bewusst wahrgenommene und bei weitem noch nicht bewältigte Aufgabe dar. Diese Aufgabe trägt den Namen „Bildung für eine nachhaltige Entwicklung″ (BNE) und betrifft nicht nur, aber insbesondere das formale Bildungssystem. So stellen Schule und Hochschule wie keine anderen Bereiche die Orte „öffentlicher Erziehung″ dar, auf welche Hoffnung für die Verbesserung individueller wie kollektiver Verhältnisse gesetzt wird (FOCALI, 2007, S. 153). Dabei sind die Ziele, die vor allem Schule anstreben soll, in vielen Fällen bereits im Sinne der BNE formuliert2, jedoch fehlen die praxisnahen Konzepte, die Lehrenden und Lernenden Antworten auf das „Wie″ und „Was″ der Bildungsprozesse liefern.

An dieser Stelle knüpft die vorliegende Arbeit an. In ihrem Rahmen soll ein Bildungskonzept entwickelt, erprobt und evaluiert werden, welches zum Ziel hat, Partizipation zu fördern, und dafür konkrete didaktische Vorgaben und Anregungen für die praktische Umsetzung bereithält. Zentrales Kennzeichen des Konzeptes ist die Ausrichtung auf das außerschulische Lernen in der Region. Seine Erprobung erfolgt anhand verschiedener Lernvorhaben, die auf Basis des Konzeptes entwickelt und an regionalen Lernorten durchgeführt werden. Da der Fokus des Konzeptes auf dem formalen und non-formalen Lernen liegt, adressieren diese Lernvorhaben Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Schulen und Hochschulen sowie darüber hinaus. Die sich der Erprobung anschließende Evaluationsstudie dient dazu, die Wirksamkeit des Konzeptes im Hinblick auf die Zielsetzung zu überprüfen. Dazu sollen sowohl Teilnehmer an Lernvorhaben als auch die Durchführenden der Lernvorhaben befragt werden. Auf Grundlage der Befragungsergebnisse wird das theoretisch entwickelte Konzept als Bildungsstrategie für eine nachhaltige Entwicklung bewertet. Der empirisch gesicherte Erkenntnisgewinn soll dabei herausgestellt und der weitere Forschungs- und Entwicklungsbedarf aufgezeigt werden. Mit dieser Aufgabenstellung betritt die Arbeit das Feld der empirischen Lehr- und Lernforschung. Aufgrund ihrer Orientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung ist sie dem Forschungsbereich der BNE zuzuordnen. Für das zu entwickelnde Bildungskonzept ist a priori ein Bezugsraum bestimmt, der in Zeiten der Globalisierung provinziell erscheinen mag: Die Region. Der konzeptionelle Bezugsrahmen und Ausgangspunkt des Konzeptes sind ebenfalls bereits festgelegt: Die BNE als konzeptioneller Rahmen sowie das Regionale Lernen nach Salzmann als Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung. Diese Entscheidungen im Vorfeld der Arbeit sowie die ihnen zu Grunde liegenden Motive sollen zunächst kurz dargelegt und erläutert werden (siehe Einleitungskapitel 1 und 2) bevor die genuinen Bereiche einer Einleitung - Ziele, Aufgaben und Vorgehensweise der Arbeit - beschritten werden (siehe Einleitungskapitel 3 und 4). ....
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis (Auszug)

1 Einleitung
1.1 Motive für den regionalen Bezugsraum
1.2 Rahmen und Ausgangspunkt der Konzeptentwicklung
1.3 Ziele und Aufgabenstellungen der Arbeit
1.4 Methodische Vorgehensweise der Arbeit
2 Theorie
2.1 Leitlinien der Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.2 Konzept des Regionalen Lernens nach Salzmann
2.3 Regionales Lernen „21+″
2.4 Das Projekt ALICERA
2.5 Hypothesen und Forschungsfragen
2.6 Stand der Forschung – Empirische Befunde
3 Methode
3.1 Einordnung der Studie in die Evaluationsforschung
4 Ergebnisse der Fragebogenstudie
5 Ergebnisse der Interviewstudie
6 Diskussion und Ausblick
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
16.07.2012