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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Integrative Wirtschaftsethik.
Untertitel/Zusätze:
Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie.
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3258062765
 
9783258062761
Kurzinfo:
Kurzbeschreibung:
Zur Entstehungsgeschichte:
Am Anfang des Weges, der zu diesem Buch geführt hat, stand die Schaffung des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik an der Universität (damals: Hochschule) St. Gallen im Sommer 1987, des ersten dieser Art an einer deutschsprachigen Wirtschaftsfakultät. Nach zehnjähriger Entwicklung wird hier erstmals eine systematisch ausgearbeitete Gesamtdarstellung des St. Galler Ansatzes der "integrativen Wirtschaftsethik" vorgestellt.
Zum Inhalt:
Integrative Wirtschaftsethik ist eine philosophische Vernunftethik des Wirtschaftens, der es um Orientierung im politisch-ökonomischen Denken geht. Neu an diesem wirtschaftsethischen Ansatz ist, dass er sich weder mit der Verteidigung der "Moral des Marktes" noch mit der Rolle als "das Andere der ökonomischen Sachlogik" begnügt. Das Normative steckt immer schon im ökonomischen Denken. Dieses selbst ist daher kritisch auszuleuchten und in den Kontext der Fragen des guten Lebens und des gerechten
Zusammenlebens der Menschen zu stellen.Entfaltet wird eine wegweisende Perspektive der lebensdienlichen Wirtschaftsgestaltung. Integrative Wirtschaftsethik umfasst, nach der Begründung des vernunftethischen Standpunkts, drei Grundaufgaben:
1. die Kritik der "reinen" ökonomischen Vernunft und ihrer normativen Überhöhung zum Ökonomismus (Sachzwangdenken und blinder Glaube an den globalen Markt)
2. die Klärung der ethischen Gesichtspunkte einer lebensdienlichen Ökonomie (Sinnorientierung und Legitimitätsgrundlagen des wirtschaftlichen "Werteschaffens")
3. die Bestimmung der "Orte" der Moral des Wirtschaftens in einer wohlgeordneten Gesellschaft freier Bürger (Wirtschaftsbürgerethik, Ordnungsethik, Unternehmensethik).
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis


Einleitung: Sich im wirtschaftsethischen Denken orientieren


I. Grundbegriffe moderner Ethik und der Ansatz integrativer Wirtschaftsethik


1. Das Phänomen der humanen Moralität: Die normative Logik der Zwischenmenschlichkeit


1.1 Moralität als Teil der Conditio humana


1.2 Moral und Ethos als zwei Seiten gelebter Sittlichkeit


1.3 Moderne Ethik und das Relativismusproblem


1.4 Der humanistische Kern des Moralprinzips: Die normative Logik der Zwischenmenschlichkeit

1.5 Entwicklungsstufen des Moralbewusstseins


2. Der Standpunkt der Moral: Philosophische Entfaltungslinien der Vernunftethik


2.1 Die Goldene Regel und das jüdisch-christliche Gebot der Nächstenliebe


2.2 Der Standpunkt des unparteiischen Zuschauers ( Adam Smith)


2.3 Der Kategorische Imperativ (Immanuel Kant)


2.4 Das regelutilitaristische Verallgemeinerungskriterium


2.5 Diskursethik


3. Moralität und ökonomische Ratio-nalität: Integrative Wirtschaftsethik als Vernunftethik des Wirtschaftens


3.1 Wirtschaftsethik als angewandte Ethik?


3.2 Wirtschaftsethik als normative Ökonomik?


3.3 Der integrative Ansatz: Wirtschaftsethik als kritische Grundlagenreflexion der ökonomischen Vernunft


II. Wirtschaftsethische Grundlagenreflexion I: Ökonomismuskritik

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4. «Sachzwang» des Wettbewerbs? Kritik des ökonomischen Determinismus


4.1 Zum Entstehungshintergrund der modernen Marktwirtschaft: Das calvinistische Ethos als Motivationszusammenhang


4.2 Zum Systemcharakter der modernen Marktwirtschaft: Der « freie » Markt als Zwangszusammenhang


4.3 Die Parteilichkeit der Sachzwänge und das wirtschaftsethische Zumutbarkeitsproblem


5. «Moral» des Marktes? Kritik des ökonomischen Reduktionismus


5.1 Dogmengeschichtliche Hintergründe I: Die prästabilierte Harmonie im ökonomischen Kosmos ( Klassik)


5.3 Der methodologische Individualismus und die normative Logik des Vorteilstausches ( reine Ökonomik)


III. Wirtschaftsethische Grundlagenreflexion II: Vernünftiges Wirtschaften aus dem Blickwinkel der Lebenswelt


6. Die Sinnfrage: Wirtschaften und gutes Leben


6.1 Elementarer Sinn des Wirtschaftens: Sicherung der menschlichen Lebensgrundlagen


6.2 Fortgeschrittener Sinn des Wirtschaftens: Erweiterung der menschlichen Lebensfülle


6.3 Persönliche Sinnfindung unter Bedingungen der Selbstbehauptung im Wettbewerb


7. Die Legitimationsfrage: Wirtschaften und gerechtes Zusammenleben


7.1 Moralische Grundrechte als ethisch-politische Legitimationsbasis

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7.2 Die wohlgeordnete Gesellschaft und die Bedingungen legitimer Ungleichheit: Zu den Gerechtigkeitsprinzipien von John Rawls


7.3 Wirtschaftsbürgerrechte als Grundlage realer Freiheit für alle


IV. Wirtschaftsethische Topologie: « Orte » der Moral des Wirtschaftens


8. Wirtschaftsbürgerethik


8.1 Das bürgerethische Grundproblem: Liberale Gesellschaft und republikanische Bürgertugend


8.2 Deliberative Politik: Die kritische Öffentlichkeit als Ort wirtschaftsbürgerlicher Mitverantwortung


8.3 Das Berufs- und Privatleben als Ort wirtschaftsbürgerlicher Selbstbindung


9. Ordnungsethik


9.1 Das ordnungsethische Grundproblem: Eigenlogik des Marktes und « Vitalpolitik»


9.2 Deliberative Ordnungspolitik: Die Rahmenordnung als Ort der Moral – wessen Moral?


9.3 Die globale Frage: Wettbewerb der Rahmenordnungen oder supranationale Orte der ordnungspolitischen Moral?


10. Unternehmensethik


10.1 Das unternehmensethische Grundproblem: « Gewinnprinzip » und Legitimität unternehmerischen Handelns


10.2 Instrumentalistische, karitative, korrektive oder integrative Unternehmensethik?


10.3 Deliberative Unternehmenspolitik: Geschäftsintegrität im « Stakeholder-Dialog»


10.4 Bausteine eines integrativen Ethikprogramms im Unternehmen


Literaturverzeichnis

Namenregister
Sachregister