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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Zeitschriftenausgabe
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zus. bet. Pers.:
Zeitschrift/Zeitung:
Magazin Kulturelle Bildung
Z-Heftnummer/-bez.:
2
Themenschwerpunkt:
Integration und Teilhabe durch Kulturelle Bildung
Erscheinungsjahr:
Kurzinfo:
EDITORIAL
Weil es so erschreckend ist, dass viele junge Menschen ihre eigenen Stärken nicht benennen können und sich
durch ihr negatives Selbstbild so wenig zutrauen, steht das Unterrichtsfach „Glück″ seit 2007 in der Heidelberger
Willy-Hellpach-Schule auf dem Lehrplan und soll vor allem eins: Lebenskompetenz fördern.
Wir sprechen vom „Lernziel Lebenskunst″ in den Fachverbänden der Kulturellen Bildung und nehmen damit
Bezug auf die spezifischen Bildungsqualitäten der Künste. Diese bestehen beispielsweise darin, Identitätsentwicklung
und Allgemeinbildung zu verknüpfen, eigene Stärken zu entdecken und Selbstbewusstsein zu
erlangen. Um diese Bildungswirkungen und Stärken junger Menschen sichtbar zu machen und um Fachkräfte
hierfür zu qualifizieren, hat die BKJ ein entsprechendes Verfahren und den Bildungspass „Kompetenznachweis
Kultur″ entwickelt. Eindrucksvoll hat auch die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland″ die persönlichkeitsbildenden
Wirkungen und den gesellschaftspolitischen Wert der Kulturellen Bildung herausgestellt.
„Kulturelle Bildung soll zu einer Selbstverständlichkeit für jedes Kind werden″, fordert die Kinderkommission
des Deutschen Bundestages in ihrer jüngsten Stellungnahme „Kinder und Kultur″ vom 7.4.2008. Durch Kulturelle
Bildung erworbene Schlüsselkompetenzen legen „den Grundstein für eine erfolgreiche Bildungsbiografie.
Darüber hinaus ermöglicht Kulturelle Bildung insbesondere benachteiligten Kindern und Jugendlichen den
Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und leistet einen wichtigen Beitrag zur Integration.″ Nur: „Gerade die
Bedeutung von Kultur für unsere Kinder wird systematisch vernachlässigt.″ (Ebd.)
Die Fachorganisationen der Kulturellen Bildung fordern daher seit Langem, die förderpolitischen Rahmenbedingungen
ihrer Arbeit zu verbessern, um Zugangschancen zu Kunst und Kultur – unabhängig von Herkunft,
Bildung und Einkommen – vergrößern zu können. Entsprechende fachliche Strategien und Vermittlungskonzepte
wurden in unterschiedlichsten Modellen und Projekten entwickelt.
Modellprojekte reichen jedoch für den Abbau von Bildungsbenachteiligung nicht aus. Kulturelle Teilhabe ist von
sozialer, ökonomischer und rechtlicher Teilhabe nicht zu trennen (vgl. Fuchs, S. 5–6 ). Jugend-, Bildungs- und
Kulturpolitik sind hier gleichermaßen gefordert, die Infrastrukturen der Kulturellen Bildung in der Öffnung ihrer
Einrichtungen und Angebote zu unterstützen. Verlässliche Kooperationen mit Kindergärten, Schulen und
weiteren Bildungspartnern im Gemeinwesen brauchen dauerhafte strukturelle Absicherung. Den unzähligen
Sonntagsreden von Bundes- und Landespolitiker/innen zur Bedeutung vielfältiger kultureller Bildungsmöglichkeiten
müssen endlich förderpolitische Konsequenzen folgen.
Die BKJ und ihre Mitgliedsverbände sind überzeugt: Der Schlüssel für mehr Teilhabegerechtigkeit liegt in mehr
Bildungsgerechtigkeit. Dabei muss Bildung zum Ziel haben, jeden einzelnen Menschen zu befähigen, reflektiert,
sinnorientiert und mitgestaltend seine Lebensziele verfolgen zu können. Kulturelle Bildungsangebote verdienen
mit ihren Möglichkeiten, Bildungsbenachteiligung abzubauen, verstärkte Aufmerksamkeit. Neugier, Kreativität,
Lebensfreude, Selbstsicherheit und Ausdrucksfähigkeit sind gefragt, wenn wir unseren Kindern innerhalb
vieler Kulturen, mit Bildwelten, Sprachen und Handlungsalternativen eine gute Ausrüstung mit auf den Weg
geben und sie lehren wollen, Verantwortung zu übernehmen. Für das Integrationspotenzial der Kulturellen
Bildung spricht zudem, dass gerade benachteiligte junge Menschen in Kunst- und Kulturprojekten die Erfahrung
von Stärke und Selbstwirksamkeit machen können. Denn künstlerische und kulturelle Kompetenzen müssen
nicht zwangsläufig mit ausgeprägten, sprachlich-kognitiven Fähigkeiten und schulischer Leistungsstärke
einhergehen.
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis:

03 _ EDITORIAL >> Hildegard Bockhorst
05 _ HINEIN DENKEN
/// Kulturelle Bildung und Teilhabe >> Max Fuchs
07 _ /// Teilhabe gestalten – Herausforderung an Kultur und Schule >> Tom Braun
10 _ KENNEN LERNEN
/// „Eine Reise am Abgrund″ – Romeo und Julia als Hip-Hop-Drama
am Offenbacher Ledermuseum >> Mathias Grünewald
12 _ /// „Ich will es anders machen.″ –
GENETY e. V. bringt Jugendliche auf die eigene Bahn >> Petra Wollny
13 _ /// Coole Monkeys –
Videos und ein Musical zum Thema „Mobbing und Gewalt″ >> Erich Schriever
14 _ /// Willkommen im Museum? – Die finnische Nationalgalerie fördert
den gleichberechtigten Zugang zu Kultur >> Sari Salovaara
17 _ /// Hunger auf Kunst und Kultur: „Das Ich am Leben halten...″ >> Monika Wagner
18 _ TIEFER BLICKEN
/// Die nächste Welle sozialer Entmischung? Das neue Paradigma der Ganztagsbildung,
„Empowerment″-Strategien und der Matthäus-Effekt >> Heinz-Jürgen Stolz
21 _ /// Was bedeutet Teilhabe? – Risiken und Nebenwirkungen >> Peter Bartelheimer
24 _ /// Kulturinteresse, Kulturnutzung, kulturelle Aktivität
von benachteiligten Jugendlichen >> Kerstin Hübner
27 _ /// Ich sende, also bin ich – Partizipation in Zeiten des Digital-Lifestyles >> Hans-Jürgen Palme
29 _ /// Der Weg in die Gesellschaft – Sprache und Lesen als Voraussetzung
für gesellschaftliche Teilhabe und Integration >> Susanne Upmeier
31_ /// Mut zum Erfolg – Erolg macht Mut >> Eva-Maria Oehrens
32_ /// Integration und Teilhabe durch Kulturelle Bildung >> BKJ
33 _ HIN GEHEN /// Tagen und Fortbilden
35 _ NACH SCHAUEN /// Hören und Lesen
37 _ WEITER GEHEN /// Kontakte und Links
39 _ KULTURELLE BILDUNG IM ABONNEMENT
40_ IMPRESSUM
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
12.05.2011