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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Mobilisierung von Jugendlichen für den Natur- und Umweltschutz.
Untertitel/Zusätze:
Eine empirische Studie zur Ermittlung von Potential, Hemnissen und Zugangswegen für freiwilliges Engagement in ausgewählten Umweltverbänden.
Erscheinungsort:
Hannover
Erscheinungsjahr:
Hochschulschriftenvermerk:
Zugl.: Hannover, Univ., Diplomarbeit, 2007
ISBN:
-
Kurzinfo:
Quelle: siehe digitales Dokument
Zusammenfassung
Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Problematik, dass in der heutigen Zeit offenbar
immer weniger Jugendliche bereit sind, sich im Umwelt- und Naturschutz freiwillig zu engagieren. Dies
bekommen vor allem Umwelt- und Naturschutzverbände wie der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zu spüren, deren Arbeit und Wirken
auf freiwilligem Engagement fußt und die auf Jugendliche als Nachwuchskräfte angewiesen sind. Es wird
daher der Frage nachgegangen, aus welchen Gründen derzeit nur eine so geringe Anzahl an Jugendlichen
im organisierten Umweltschutz engagiert ist.
Um handlungsorientierte Lösungsansätze entwickeln zu können, erfolgt neben der systematischen
Aufarbeitung der bisherigen Erkenntnisse aus der Jugendsozialforschung zunächst eine Annäherung an das
Thema mittels einer Analyse der Umwelt- und Naturschutzverbände BUND und NABU. Hier zeigt sich, dass
insbesondere die Jugendvertretungen, die „Jugend im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland″
(BUNDjugend) und die Naturschutzjugend (NAJU), den Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten bieten,
sich aktiv für die Natur einzusetzen. Hinsichtlich des Stellenwertes der Jugendverbände bei den
Erwachsenenverbänden wird kritisiert, dass die finanzielle Unterstützung bei weitem nicht ausreichend
ist, um eine effektive Nachwuchsförderung durch die Jugendverbände zu gewährleisten.
Der Fokus dieser Untersuchung liegt auf der Zielgruppe der derzeit nichtengagierten Jugendlichen.
Von Interesse sind ihre Erwartungen, Motive und Einstellungen in Bezug auf die Thematik „Freiwilliges
Engagement im Umwelt- und Naturschutz″. Dazu werden im Rahmen einer empirischen Untersuchung
Engagementpotential, Hemmnisse und mögliche Zugangswege für ein solches Engagement ermittelt.
Datengrundlage der Untersuchung bildet eine schriftliche Befragung von 628 Jugendlichen zwischen 12
und 19 Jahren an allgemeinbildenden Schulen im Raum Hannover/Hildesheim (Niedersachsen).
Als Ergebnis ist festzuhalten, dass bei der Mehrzahl der befragten Schüler Interesse an Umwelt- und
Naturschutzthemen vorhanden ist. Auch signalisieren viele Jugendliche durchaus ihre Bereitschaft, sich
in diesem Handlungsfeld zu engagieren. Aufgrund der Aussagen der Jugendlichen bezüglich möglicher
Engagementhemmnisse und Zugangswege können Hinweise abgeleitet werden, wie dieses Potential
genutzt und in tatsächliche Mitarbeit umgewandelt werden kann. So kann als großes Hemmnis die fehlende
Auseinandersetzung mit der Thematik Umwelt- und Naturschutz sowie der marginale Bekanntheitsgrad
von BUND und NABU genannt werden. Daneben führt Informationsmangel dazu, dass bei Jugendlichen
oftmals falsche Vorstellungen über ein Engagement in einem Umweltverband vorherrschen oder sie
einfach nicht genau wissen, wobei man sich engagieren kann. Durch fehlende Erfahrungen werden
positive, emotionale Assoziationen wie beispielsweise Spaß nicht mit einer solchen freiwilligen Tätigkeit
verbunden. Insbesondere im direkten Lebensumfeld der Jugendlichen, dem Freundeskreis, wird dem
Umweltschutz nur geringes Ansehen attestiert, so dass Jugendumweltverbände nur eine geringe
Anziehungskraft entwickeln.
Im Hinblick auf eine erfolgreiche Mobilisierung Jugendlicher ergeben sich aus den gewonnenen
Erkenntnissen der empirischen Untersuchung folgende Handlungsfelder für den BUND und den NABU:
. Bewusstseinsbildung
. Informationspolitik
. Zielgruppengerechte Ansprache
. Professionalisierung
Zusammenfassung
Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass beim BUND und beim NABU einige gute Ansätze zu erkennen sind,
Jugendliche in den organisierten Umweltschutz einbinden und sie für Umweltschutz zu motivieren. Dabei
handelt es sich jedoch nicht um ein notwendiges umfassendes, strategisches Mobilisierungskonzept, das
übergreifend alle Handlungsfelder berücksichtigt, sondern lediglich um einzelne Modellprojekte. Um
wirklich langfristig Erfolge zu erzielen, ist es erforderlich, der Nachwuchsförderung innerhalb von BUND
und NABU einen deutlich höheren Stellenwert als bisher einzuräumen
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis:
Vorwort
Zusammenfassung
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
1 Einführung
1.1 Anlass, Zielsetzung und Bearbeitungsschwerpunkte
1.2 Vorgehen und Aufbau der Arbeit
2 Jugendliche im Fokus sozialwissenschaftlicher Untersuchungen
2.1 Jugend und Umwelt- und Naturschutz
2.1.1 Einführung in die Umweltsoziologie
2.1.2 Umweltwissen
2.1.3 Umweltbewusstsein
2.1.4 Umweltverhalten
2.2 Jugend und freiwilliges Engagement
2.2.1 Begriffsbestimmung
2.2.2 Aktivität und Engagement Jugendlicher im Vergleich
2.2.3 Engagementpotential
2.2.4 Engagementhemmnisse
2.2.5 Zugangswege
3 Jugendarbeit der Umwelt- und Naturschutzverbände
3.1 Erwachsenenverbände
3.1.1 Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND)
3.1.2 Naturschutzbund Deutschland (NABU)
3.2 Jugendvertretungen
3.2.1 BUNDjugend - „… und jetzt noch die Erde retten!″
3.2.2 Naturschutzjugend im NABU (NAJU)
3.3 Diskussion über den Stellenwert der Jugendarbeit in den Erwachsenenverbänden
4 Zwischenfazit
5 Methodische Vorgehensweise
5.1 Problemformulierung
5.1.1 Zielsetzung
5.1.2 Forschungsfragen
5.2 Konzeptualisierung
5.2.1 Stichprobenkonstruktion
5.2.2 Untersuchungsdesign
5.2.3 Fragebogenkonstruktion
5.2.4 Pretest
5.3 Datenerhebung
5.3.1 Erhebungsvorbereitung
5.3.2 Durchführung
5.3.3 Datenaufbereitung
6 Ergebnisdokumentation
6.1 Überblick über die befragten Jugendlichen
6.1.1 Demographische Daten
6.1.2 Freizeitverhalten
6.1.3 Aktivität im Umweltschutzbereich
6.2 Engagementpotential
6.2.1 Bereitschaft zu freiwilligem Engagement
6.2.2 Interesse am Natur- und Umweltschutz
6.3 Engagementhemmnisse
6.3.1 Gründe für Nichtengagement in einem Umweltverband
6.3.2 Kenntnis und Einstellung hinsichtlich Umwelt- und Naturschutzverbände
6.3.3 Vorstellung über die Voraussetzungen für freiwilliges Engagement
6.3.4 Stellenwert von Umwelt- und Naturschutz
6.4 Zugangswege
6.4.1 Erwartungen
6.4.2 Formen des Engagements
6.4.3 Anstöße
7 Diskussion
8 Handlungsempfehlungen
8.1 Bewusstseinsbildung
8.2 Informationspolitik
8.3 Zielgruppengerechte Ansprache
8.4 Professionalisierung
9 Methodenkritik
10 Quellen
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
03.12.2010