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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Globales Lernen und Jugend.
Untertitel/Zusätze:
Chancen einer Bildung zur Weltbürgerlichkeit in der Jugendarbeit.
Erscheinungsort:
Hamburg
Erscheinungsjahr:
Hochschulschriftenvermerk:
Zugl.: Tübingen, Eberhard-Karls-Univ., Diplomarbeit, 2004
ISBN:
3836650959
 
9783836650953
Titelbild:
Kleinbild
Kurzinfo:
Quelle: http://deposit.d-nb.de/cgi-bin/dokserv?id=2927516&prov=M&dok_var=1&dok_ext=htm

Verlagsinfo:

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in – nicht nur in Musik und Mathematik beliebte – drei aufeinander aufbauende Sätze. Das erste Kapitel ist geleitet von der Frage, inwiefern es sich bei den zur Zeitdiagnose all zu leicht gebrauchten Begriffe„Globalisierung″ und „Weltgesellschaft″ tatsächlich um reale, nachweisbare Phänomene handelt und welche Konsequenzen sie für die Ethik und auch für die Pädagogik haben. Eine solche Analyse scheint mir zu Beginn der Arbeit außerordentlich wichtig, um die Argumentation von Alltagsweisheiten abzuheben und ein wissenschaftliches Fundament für Überlegungen zu Globalem Lernen zu schaffen.

Im zweiten Kapitel soll es dann um den Umgang der Pädagogik mit diesen Entwicklungen gehen und eine „Theorie″ Globalen Lernens vorgestellt werden. Vorab möchte ich betonen – der Begriff „Globales Lernen″ mag hier Missverständnisse wecken – dass es nicht um Bildung in der ganzen Welt geht, sondern für die ganze Welt, verortet allerdings im hiesigen Kulturraum. Die Entstehung dieser Lernkonzeption wird aus den beiden Traditionslinien „weltbürgerliche Erziehung″ und entwicklungspolitische Bildung rekonstruiert. Daran schließt sich die Skizze eines Rahmens an, in dem sich eine Didaktik Globalen Lernens bewegt. Stellvertretend für eine ganze Reihe von theoretischen Ansätzen, die unter Globalem Lernen firmieren, beschreibe ich am Ende dieses Kapitels ausgewählte Positionen und beziehe dazu Stellung.

Von der abstrakten Ebene komme ich im letzten Kapitel dann zu einer konkreteren und damit auf den Titel dieser Arbeit zurück: Chancen Globalen Lernens in der Jugendarbeit. Die unter II. entwickelten Dimensionen dieser Lernkonzeption sollen für die außerschulische pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen fruchtbar gemacht werden. Zunächst werden Anknüpfungspunkte in Tradition und Strukturmerkmalen der Jugendarbeit gesucht und diese mit Globalem Lernen verbunden. Jugendarbeit zeichnet sich ganz wesentlich durch das Prinzip Freiwilligkeit aus, d.h. Bildungsmaßnahmen leben in diesem Sozialisationsfeld vom freiwilligen Engagement der AdressatInnen. Unabdingbar ist bei unserer Fragestellung daher ein Blick in empirische Daten zu Globalitätswahrnehmung von Jugendlichen und ihrer Bereitschaft, sich für die Eine Welt zu engagieren.

Abschließen möchte ich diese Arbeit mit Empfehlungen zur Gestaltung Globalen Lernens in der Jugendarbeit.
Inhaltsverzeichnis :
Quelle: http://www.deutschesfachbuch.de/info/detail.php?isbn=3836650959

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

I. Globalisierung und Weltgesellschaft als Kontexterweiterung für die Pädagogik
1. Befunde zu "Globalisierung" und "Weltgesellschaft"
1.1. Globalisierung - ein Umriss
1.2. Auf dem Weg zur Weltgesellschaft?

2. "Weltbürgerliche Solidarität" und Globale Ethik - eine Utopie?
2.1. Anthropologische Basis einer globalen Solidargemeinschaft
2.2. Globale Ethik und das Leitbild nachhaltiger Entwicklung
2.3. Individuelle Verantwortung
3. Herausforderungen für die Pädagogik

II. Globales Lernen - zentrale Aspekte und Kontroversen einer Lernkonzeption
1. "Weltbürgerliche Erziehung" als klassisches Programm Globalen Lernens
2. Globales Lernen als Reaktion auf Globalisierung und Weltgesellschaft
3. Konturen Globalen Lernens
3.1. Die inhaltlich-thematische Dimension
3.2. Die räumliche Dimension
3.3. Die methodische Dimension
3.4. Die personale Dimension
3.5. Verortung Globalen Lernens zwischen verwandten Lernkonzeptionen
4. Ausgewählte Positionen zu Globalem Lernen
4.1. Vom deterministischen zum holistischen Paradigma
4.2. Evolutions- und systemtheoretisch inspirierter Ansatz
4.3. Globale Schlüsselprobleme als Ausgangspunkt aktueller Bildung
4.4. Kompetenzen für ein Leben in der Weltgesellschaft

III. Globales Lernen im Bereich der Jugendarbeit
1. Anknüpfungspunkte für Globales Lernen in der Jugendarbeit
1.1. Tradition entwicklungspolitischer Bildung in der verbandlichen Jugendarbeit
1.2. Handlungsmaxime und Settings der Jugendarbeit
2. Jugendliche als "global players" - Engagement für die Eine Welt?
2.1. Jugendliche Orientierungen und die Wahrnehmung von Globalisierung und Globalität
2.2. Formen und Bedingungen jugendlichen Engagements
3. Möglichkeiten und Grenzen Globalen Lernens in der Jugendarbeit

Fazit und Ausblick