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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Urheberwerk
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Urheber:
zus. bet. Pers.:
Hauptsachtitel:
Handy-Welten.
Untertitel/Zusätze:
Globales Lernen am Beispiel der Mobiltelefone. Unterrichtsmaterialien für die Klassen 8 - 13.
Erscheinungsort:
Bielefeld
Erscheinungsjahr:
ISBN:
39346451511
 
9783934645158
Kurzinfo:
Kurzinfo:

Quelle: http://www.alliancesud.ch/de/lernmedien/handy-welten

Es geht um das Handy als Statussymbol, um Jugendkommunikation und SMS-Sprache, um Strahlungsgefahren, Elektroschrott und Verschuldungsfalle. Gleichzeitig eröffnen die Materialien aber auch globale Bezüge wie den digitalen Graben zwischen Nord und Süd.

Das Handy, längst unverzichtbares Kommunikationsmittel und Konsumgut der SchülerInnen, ist in diesen Unterrichtsmaterialien für die Stufe Sek II (ab 15 Jahren) der Ausgangspunkt von Lernprozessen. Es geht um das Handy als Statussymbol, um Jugendkommunikation und SMS-Sprache, um Strahlungsgefahren, Elektroschrott und Verschuldungsfalle. Gleichzeitig eröffnen die Materialien aber auch globale Bezüge, untersuchen die Bedeutung des Handys für Jugendliche in Entwicklungsländern, den digitalen Graben zwischen Nord und Süd und die Frage, inwiefern das in unseren Handys verwendete Coltan aus dem Kongo indirekt Anlass für die fortgesetzten Kriegshandlungen dort liefert. Das Unterrichtsmaterial besteht aus einer Broschüre mit aufbereiteten Informationen und methodischen Vorschlägen für den Unterricht sowie 22 Kopiervorlagen (Arbeitsblätter für SchülerInnen). Hinzu kommt eine DVD mit einem Dokumentarfilm (19 Minuten) zur Lage im Kongo.

Quelle: Elektrosmog-Report 11(8) – August 2005 - http://www.strahlentelex.de/Stx_05_446_E04.pdf

Das Telefonieren mit Mobiltelefonen nimmt ständig zu und ist vor allem ein „junges Konsumgut″. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes 2003 haben 93 % der Haushalte, deren Haushaltsvorstand zwischen 18 und 25 Jahren alt ist, ein Handy (60 % bei den 55 bis 70-jährigen Haushaltsvorständen). Die Bedeutung des Handys für Jugendliche geht dabei über die rein quantitative Analyse hinaus. Wichtige Parameter beim Handy sind Aussehen, Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe und Anerkennung in der Clique, wie die Studie „Bravo Faktor Jugend 6″, 2004 herausgefunden hat.

Eine Auseinandersetzung mit diesem wichtigen Kommunikationsmittel in der Schule ist daher zu begrüßen. Das Welthaus Bielefeld in Kooperation mit anderen entwicklungspolitischen Organisationen hat die Unterrichtsmaterialien „Handy-Welten – Globales Lernen am Beispiel der Mobiltelefone″ herausgegeben. Die Materialien sind bestimmt für die Klassen 8 bis 13. Das Handy soll, den Herausgebern zufolge, Ausgangspunkt von Lernprozessen werden. Es geht um ein Nachdenken über Kommunikation und Werbeversprechen, um die Veränderung der Sprache durch SMS, um globale Fragen, wie um den Anteil der Entwicklungsländer an der „Informationsgesellschaft″ oder um Kriegsfinanzierung durch Coltan-Exporte, aber auch um Handystrahlung und Handyschrott.

Die einzelnen Themen und Fragestellungen sind in Kapiteln zusammengefasst, die teilweise aufeinander aufbauen, aber auch als unabhängige Unterrichtseinheiten eingesetzt werden können. So werden im Kapitel „Strahlung: Es klingelt im Hirn″ die möglichen gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung dargestellt, die kontroverse wissenschaftliche Einschätzung zur Gefährlichkeit der Handystrahlung beschrieben sowie Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung bei der Handynutzung gegeben. Es wird die Auseinandersetzung mit der Frage angetreten, ob eine Krankheit, die möglicherweise erst in 20 Jahren auftritt, die Jugendlichen überzeugt, die Handynutzung einzuschränken.

Das Arbeitsblatt „Internet-Recherche zur Handystrahlung″ regt an, sich mit der Komplexität des Problems zu befassen, um aus einer Vielzahl von Informationen aus den unterschiedlichsten Quellen sich eine (vorläufige) eigene Meinung zu bilden. Beim Thema Entsorgung wird das Umweltproblem „Elektroschrott″ und die in den Handys enthaltenen Schadstoffe angesprochen, wie zum Beispiel Cadmium, Kupfer, Quecksilber und Tantal, die – wenn im Hausmüll entsorgt – durch die Müllverbrennung in die Atmosphäre bzw. durch Deponierung in das Grundwasser gelangen und dieses verseuchen. Hier wird die Brücke geschlagen zum Coltanabbau bzw. zum Metall Tantal, das aus dem Erz Coltan gewonnen wird und dass für die Fertigung der elektronische Bauteile u.a. für Handys von großer Bedeutung ist. Am Beispiel des Coltanabbaus in der Demokratischen Republik Kongo wird der entwicklungspolitische Aspekt des Konsumgutes „Handy″ behandelt.

Fazit: Die Unterrichtsmaterialien sind vornehmlich für den Sozialkundeunterricht konzipiert. Die gesundheitlichen Auswirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung sind daher nicht der Schwerpunkt dieser Unterrichtsmaterialien. Die Unterrichtseinheit zur Handystrahlung bietet aber viele Anregungen und weiterführende Internetadressen und Literaturhinweise auch zum tieferen Einstieg in das Thema.

Information zu Strahlentelex (http://www.strahlentelex.de):
Strahlentelex mit ElektrosmogReport ist ein unabhängiger Informationsdienst zu Radioaktivität, Strahlung und Gesundheit sowie zur Bedeutung elektromagnetischer Felder für Umwelt und Gesundheit und erscheint als Druckschrift in deutscher Sprache an jedem ersten Donnerstag im Monat.
Strahlentelex gibt es seit Januar 1987. Im Internet lassen sich heute zudem sämtliche veröffentlichten Beiträge seit 1987 recherchieren. Strahlentelex ist frei von kommerzieller Werbung, erhält keinerlei staatliche oder sonstige Zuwendungen und finanziert sich ausschließlich durch Abonnements.