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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Zeitschriftenausgabe
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zus. bet. Pers.:
Zeitschrift/Zeitung:
BNE-Journal
Z-Heftnummer/-bez.:
7
Themenschwerpunkt:
Bonner Erklärung.
Erscheinungsjahr:
Kurzinfo:
Editorial:

Bonner Erklärung – und jetzt? Unter diesem Titel steht das aktuelle BNE-Journal, das Internetjournal der Deutschen UNESCO-Kommission zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Die Bonner Erklärung wurde im April 2009 als Abschlussdokument der UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung von 900 Teilnehmern im Konsens verabschiedet.
"Bildung für nachhaltige Entwicklung gibt eine neue Richtung für das Lernen und die Bildung aller Menschen vor", heißt es darin. Dieser Anspruch kann als Leitsatz über der zweiten Hälfte der UN-Dekade stehen, während der das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) weltweit stärker in Bildungssystemen und Köpfen verankert werden muss.

Analysen und Praxisbeispiele

In dieser Ausgabe des Journals beleuchten Autoren die Ergebnisse der Weltkonferenz aus unterschiedlichen Perspektiven und stellen heraus, was geschehen sollte, um den Anspruch der Abschlusserklärung einzulösen und die Zeit bis 2014 sinnvoll für die Ziele der UN-Dekade zu nutzen. Projektbeispiele aus aller Welt illustrieren anschaulich, wie das Prinzip "Nachhaltigkeit lernen" in der Praxis funktioniert – und dass es neben dem Gewinn an Wissen und Kompetenzen auch Spaß bringt.
Young ESD Voices

Einige der Beiträge dieser Ausgabe kommen von Vertretern der "Young ESD Voices". Diese Gruppe junger BNE-Experten aus aller Welt hat sich bei der Bonner Weltkonferenz auf Initiative der Veranstalter zusammengefunden. Ihr Netzwerk arbeitet international daran mit, den Stimmen junger Menschen bei der Umsetzung der BNE Gehör zu verschaffen. Aktive Teilhabe ist ein Kerngedanke von BNE. Deshalb ist es essenziell, dass gerade junge Menschen eine wichtige Rolle im Dekade-Prozess spielen.
Die Bonner Erklärung

Die Bonner Erklärung ist ein substanzielles Dokument geworden. Klar benennt sie die großen globalen Herausforderungen, vor denen wir stehen, und verdeutlicht den zentralen Beitrag, den Bildung für nachhaltige Entwicklung zu deren Lösung leisten kann. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird dabei als ein umfassendes Konzept verstanden, das den Erwerb der Werte, Kompetenzen, Fertigkeiten und Kenntnisse ermöglicht, die für die Gestaltung einer menschlichen Zukunft erforderlich sind.
Konkrete Forderungen

In einem "Call for Action" benennt die Bonner Erklärung konkret, was in den nächsten Jahren zur Durchsetzung dieses Bildungskonzeptes national und international zu tun ist: "Die nationalen Regierungen müssen das Leitbild der Nachhaltigkeit in die Lehrer-Ausbildung, Schulbücher und Lehrpläne integrieren. Junge Menschen sollen bei der Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung ein Recht auf Mitsprache haben. Der Klimawandel muss stärker mit Bildungsmaßnahmen bekämpft werden. Die Medien sollen das Thema Nachhaltigkeit in der Öffentlichkeit noch sichtbarer machen." Und weiter: "Die Finanzkrise hat deutlich gemacht, welche Auswirkungen ein Handeln hat, das an kurzfristigen Interessen orientiert ist", so in der Erklärung. "Bildung für nachhaltige Entwicklung ist entscheidend, um ein neues ökonomisches Paradigma zu entwickeln."
Hochgesteckte Ziele

Die Ziele sind hoch gesteckt. Zu Recht, denn es geht nicht nur um die Zukunftsfähigkeit unserer Bildungssysteme. Es geht vielmehr darum, unseren Kindern und Enkelkindern das Rüstzeug an die Hand zu geben, das sie benötigen, um ihr Leben und das nachfolgender Generationen bewusst zu gestalten. Dazu gehört auch, Chancen auf wirtschaftlichen Wohlstand, eine intakte Umwelt und eine funktionierende Gesellschaft weltweit gerechter zu verteilen.

Die Bonner Erklärung ist ein guter Text. Jetzt kommt es darauf an, dass er Wirkung entfaltet.

Roland Bernecker
Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission
Inhaltsverzeichnis :
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Beiträge:

Globale Vision und Wertorientierung für die Bildung

Eine neue Richtung für das Lernen

Halbzeit der UN-Dekade - Einschätzung aus zivilgesellschaftlicher Sicht

Interviews: 25 junge Menschen aus aller Welt gründeten im Frühjahr 2009 bei der UNESCO-Weltkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung die Gruppe "Young ESD Voices". Sie bilden ein globales Netzerk junger Experten, die sich mit Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen. Vier von ihnen haben wir für das BNE-Journal zur Weltkonferenz und ihren Ideen befragt.

Dina Beshara, Ägypten: "Junge Menschen bei der Umsetzung mit einbeziehen"

Daniel Fonseca de Andrade, Brasilien: "Kulturelle Unterschiede in Bildungssystemen berücksichtigen"

Keamogetse L. Magogwe, Botswana: "Verantwortung aller Schüler und Lehrer"

Nadia Lausselet, Schweiz: "Beitrag leisten zur globalen Dimension der BNE"

Berichte aus der Praxis

Auf der Bonner Weltkonferenz zeigten zahlreiche Projekte aus aller Welt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis aussieht. Lesen Sie hier vier Berichte über beispielhafte Arbeit in aller Welt. Außerdem finden Sie einen Bericht über die Projektworkshops bei der UNESCO-Weltkonferenz zu BNE. Diese präsentierten den Konferenz-Teilnehmern Beispiele guter BNE-Praxis.

Norwegen: Kann eine Internetseite hochwertige BNE fördern?

Die Internetseite www.co2nnect.de bietet Schulen Vorschläge, Material und Online-Hilfsmittel, um das Thema CO2-Ausstoß im Unterricht zu behandeln und selbst für den Klimaschutz aktiv zu werden.

Der Bus im Einsatz Kenia: der Chanuka-Express

Von Yvonne Otieno und Susan Scrull-Carvalho In der Sprache Swahili bedeutet das Wort "Chanuka" soviel wie "Gib dir einen Ruck!" und auch "Selbstentfaltung durch Wissen". Aus einem rollenden Klassenzimmer heraus bringt der Chanuka-Express seine Botschaft zu jungen Menschen in Kenia. Der Slogan ...

Tuvalu: Klein ist wunderschön

"Small is beautiful" (Klein ist wunderschön) heißt ein Projekt zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung auf Tuvalu. Es zeigt, dass Menschen mit einfachen Mitteln etwas gegen den Klimawandel tun können. Die Einwohner von Tuvalu fangen schon mal an und hoffen, dass der Rest der Welt es ihnen gleichtut. Denn ihre Heimat droht zu versinken.

Schüler am Fluss
China: Wasserschulen bringen Licht ins trübe Wasser des Yangtse

Die Wasserschulen am Yangtse und seinen Nebenflüssen bringen Schülern Umweltschutz nahe und wecken Bewusstsein für die Zerstörung ihrer Lebensgrundlage. Das chinesische Bildungsministerium, die UNESCO und das österreichischen Unternehmen Svarovski sind Partner des Programms. Ein Bericht des chinesischen Journalisten Gong Yidong.

Praxisbeispiele bei der Weltkonferenz

Die Ideen der Bildung für nachhaltige Entwicklung müssen in der Praxis ankommen – wie das funktionieren kann, erlebten die Teilnehmer der UNESCO-Weltkonferenz 2009 in 14 Workshops in Bonn und Umgebung. Rund 40 Projekte und Akteure der UN-Dekade präsentierten sich. Die Teilnehmer konnten ...
Original-Quelle (URL):
Datum des Zugriffs:
26.02.2010