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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
 
 
 
 
 
zus. bet. Pers.:
zus. bet. Körpersch.:
Hauptsachtitel:
Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit.
Untertitel/Zusätze:
Grundlagen und schuIpraktische Konsequenzen.
Erscheinungsort:
Berlin
 
Heidelberg
Erscheinungsjahr:
ISBN:
9783540854913
 
3540854916
Aufsätze:
 
Kurzinfo:
Abstract:

Problemfelder wie der Klimawandel, der Rückgang der Artenvielfalt und das Schwinden der Vorräte fossiler Energieträger stellen die Menschheit vor hochkomplexe Herausforderungen. Für eine angemessene Reaktion ist nicht nur ein erhebliches Sachwissen erforderlich, sondern auch die Fähigkeit, dies mit Blick auf die Erfordernisse einer nachhaltigen und im generationenübergreifenden Maßstab gerechten Entwicklung in wirksames Handeln umzusetzen. Ohne eine weltweite Bildungsinitiative, so heißt es etwa in der Agenda 21, sei dies nicht zu gewährleisten.

Die im Rahmen eines Projektes der Europäischen Akademie Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH im interdisziplinären Diskurs erarbeitete Studie markiert die Erfordernisse eines nachhaltigen und gerechten Handelns und analysiert die notwendigen Voraussetzungen für dessen Erfolg. Auf der Grundlage klarer begrifflicher Unterscheidungen zwischen einem planungsrationalen Konzept der Nachhaltigkeit und einem an die moralphilosophische Tradition anschließenden Konzept der generationenübergreifenden Gerechtigkeit werden Strategien ausgewiesen, die in den Problemfeldern der genannten Art dem Planen und Entscheiden des Einzelnen Orientierung bieten können. Die Umsetzung in wirksames Handeln setzt allerdings voraus, dass Zielkonflikte bewältigt und kollektive Entscheidungsdilemmata überwunden werden können, dass der Einzelne angesichts von Risiken, Ungewissheiten und überkomplexen Informationsmengen entscheidungs- und handlungsfähig bleibt und in der Lage ist, langfristige Pläne zu entwickeln. Die Kompetenzen, über die er hierfür verfügen muss und um deren Vermittlung sich schulische Bildung verstärkt bemühen sollte, werden aus den aufgewiesenen Handlungserfordernissen und den zu überwindenden Handlungshemmnissen systematisch abgeleitet und begründet. Die Studie schließt mit einem Katalog expliziter Empfehlungen, wie die Gesellschaft und ihre Institutionen eine Bildung für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung umsetzen könnten.
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis:

- Einleitung
- Zusammenfassung

I. Der Handlungsbedarf: Das Beispiel Klimawandel

II. Grundlagen: ′Nachhaltigkeit′ und ′Gerechtigkeit′
1. Einleitung: Zum Erfordernis begrifflicher Klarheit

2. ′Nachhaltigkeit′ – Ziele und Optionen einer begrifflichen Rekonstruktion
2.1. Leitbild, Leitfaden oder Leitplanken: Leistungsfähigkeit und -grenzen von Metaphern
2.2. Der Rekonstruktionsmaßstab: Normative Entscheidungen
2.3. Verwendungstraditionen und historische Entwicklungen

3. Prinzipien einer planungsrationalen Nachhaltigkeit
3.1. Die Rekonstruktion des planungsrationalen Nachhaltigkeitsbegriffs
3.2. Notwendige Konkretisierungen und Operationalisierungen
3.3. Starke, schwache und kritische Nachhaltigkeit
3.4. Ökonomische Bewertungen und ihre Grenzen

4. Gerechtigkeit – eine philosophische Annäherung
4.1. Präferenzen, Konflikte: Handlungstheoretische Grundlagen
4.2. Moral als soziale Ressource
4.3. Moral als universalistische Institution
4.4. Funktion und Reichweite der Gerechtigkeit

III. Schulpraktische Konsequenzen: Bildung für nachhaltige und gerechte Entwicklung
5. Einleitung: Generelle Zielbestimmungen

6. Selbstzwecklichkeit und Überwältigungsverbot: Der normative Rahmen

7. Handlungshemmnisse und -störungen: Was der Umsetzung im Wege steht
7.1. Entscheiden und Handeln im Kontext individueller Entscheidungsdilemmata
7.2. Entscheiden und Handeln bei unvollständiger oder überkomplexer Information
7.3. Entscheiden und Handeln in kollektiven Entscheidungsdilemmata
7.4. Entscheiden und Handeln in Langfristperspektive
7.5. Entscheiden und Handeln unter Risiko

8. Bildung für nachhaltige und gerechte Entwicklung als Kompetenzerwerb
8.1. Ziel der Bildung für nachhaltige und gerechte Entwicklung: Die Vermittlung von Gestaltungskompetenz
8.2. Darstellung und Legitimation der Teilkompetenzen

9. Ökonomische Kompetenz, Dilemmata und nachhaltiger Konsum
9.1. Die umfassende ökonomische Kompetenz
9.2. Ökonomische Kompetenz für einen nachhaltigen Konsum von Jugendlichen

10. Vergleichende schulpraktische Erwägungen
10.1. Vor- und Nachteile des Kompetenzenkonzepts
10.2. Die Domänenspezifik des Wissens
10.3. Lernkonzeptionen der Bildung für eine nachhaltige und gerechte Entwicklung
10.4. Bildung vs. Funktionalisierung durch Kompetenzen?
10.5. Prospektive und retrospektive Strategien

- Handlungsempfehlungen
- Anhang
- Literatur
- Autoren
Original-Quelle (URL):
DOI:
10.1007/978-3-540-85492-0
Datum des Zugriffs:
15.05.2020