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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Herausgeberwerk
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Herausgeber/-in:
 
Hauptsachtitel:
Ökologische Pädagogik - Pädagogische Ökologie.
Untertitel/Zusätze:
Umwelterziehung und ökologisches Lernen in pädagogischen Krisenfeldern.
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
ISBN:
9783889391339
 
3889391338
Aufsätze:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kurzinfo:
In dem Buch von Egon Becker und Wolfgang Ruppert geht es über die Ökologie und die Umwelterziehung. Zur Zeit besteht eine ökologische Krise, unsere Umwelt wird zerstört, und wenn nicht bald etwas geschieht ist sie ganz zerstört, und wir mit ihr. Dies führt zum Pessimismus, aber die Erziehung, und so auch die Umwelterziehung, braucht eine Zukunft für ihre Existenz. Was ist also zu tun? Egon Becker schlägt vor, nach einer alternativen Vorstellung von einer möglichen Zukunft zu suchen, und damit zugleich nach einem neuen Bildungskonzept. Dabei stößt man aber auf innerpädagogische Schwierigkeiten. Dieses Problem wird nun von mehreren Seiten beleuchtet und es wird versucht Lösungen zu finden.

In dem ersten Teil des Buches (Fortschritt) behandelt Gerhard de Haan in "Erziehung am Ausgang der Industriegesellschaft" in einer historisch gerichteten Analyse drei Themenkomplexe:
1. Wissenschaft und Technik als Ausdruck eines Mangelbewußtseins,
2. menschliche Freiheit und Naturbeherrschung,
3. Pädagogik als Garant des Fortschritts.
Gezeigt wird, wie das in die Krise geratene "Projekt der Moderne" eine grundlegende Umorientierung pädagogischen Denkens und Handelns erzwingt."
Alfred K. Treml fragt " Welche Erziehung brauchen wir für einen anderen Fortschritt. Er macht den Versuch, "das Verhältnis von Ökologie und Pädagogik über deren jeweilige Thematisierung von "Zukunft" zu bestimmen". Seine These lautet:
"Die Möglichkeit einer ökologischen Katastrophe produziert die Unmöglichkeit einer Pädagogik, in der strikt von einer Natur-Kultur-Trennung ausgegangen wird. Neuere Natur-Philosophische Überlegungen werden zum Bezugspunkt einer zukunftsbezogenen Erziehung gemacht."
In dem zweiten Teil "Ökologische Lernfelder" machen sieben Autoren sich zu dem Thema Gedanken und versuchen Lösungen zu finden.
In ihrem Beitrag "ökologische Aspekte für sozialpädagogische Arbeit" zeigen Hartmut Hansen und Freya Pauseweg am Beispiel der institutionalisierten Kleinkindererziehung Möglichkeiten auf, wie der "Verschulung" durch ökologisch orientiertes Lernen entgegengeaarbeitet werden kann. sie behandeln ausführlich die Schwierigkeiten einer Erziehung gegen die Werte der Erwachsenenwelt, einer Erziehung, die auf das Überleben und die Erhaltung der Natur gerichtet ist. "Gedanken zur Konzeption einerökologischen Pädagogik" macht sich Wolf-Dieter Hasenclever. Für ihn muß Umwelterziehung motivierend sein, damit die Probleme der Zukunft gemeistert werden. Dazu müssen die Schüler von heute ein erhebliches Maß an Fähigkeiten und Verantwortungsbereitschaft, Zusammen hänge erkennen und bereit sein zu handeln. So sollen die Schüler mit "Kopf, Hand und Herz" lernen "unter der Bedingu ng des Lernens in Freiheit". Sie sollen zu Selbstverantwortung und Weltverantwortung erzogen werden.
Für die Schule bedeutet dies:
- Integriertes projektorientiertes Lernen,
- Integrierter Fachunterricht,
- Epochenunterricht,
- Ausbau des handwerklich-polytechnish-musischen Bereiches.
Möglichkeiten "ökologischen Lernens in der Schule" analysiert Günter Eulefeld anhand verschiedener Ansätze sch ulischer Umwelterziehung. Er führt die Ziele und die Aufgaben der Umwelterziehung auf, und vergleicht sie innerh alb der Länder. Nah Günter Eulefeld sollen die Schüler ein Basiswissen auf einer aktiven Ebene erlangen. So plädiert e r für situations-, handlungs- und problemorientierte Projekte der Umwelterziehung. Ziel sollte es sein, die Schü ler zu einer Verhaltensänderung zu bewegen, denn jeder kann dazu beitragen, umweltfreundlich zu sein. Außerdem sollte eine allgemeine Bewußtseinsänderung eintreten, die für das "Miteinander" und gegen ein Konkurrenzverhalten ist. Der Lehrer sollte nun die Umwelt wahrheitsgemäß schildern und n icht in Resignation verfallen, denn diese Einstellung geht sehr schnell auf die Schuüler über.
"Selbstorganisation als Prinzip ökologischer Bildungsarbeit" untersucht Wolfgang Beer anhand von Lernerfahrungen in Widerstandbewegungen und Alternativprojekten. Ausgangspunkt ist dabei die rdikale Schulkritik von Ivan Illich nd der Kritik Paulo Freires am Konzept der Bankierserziehung. Er leitet schließlich Schlüsselbegriffe für selbstorgansisierte Bildungsarbeit her.
"Umrisse einer ökologisch-alltäglichen Erwachsenenbildung" entwirft Lutz von Werder. In einem historischen Überblich behandelt er die Schwierigkeiten traditioneller Erwachsenenbildung, sich auf soziale Bewegung zu beziehen, und untersucht dann verschiedene Zugänge zu den Themen der Ökologiedebatte in der neueren Erwachsenenbildung. Am Beispiel stadtteilbezogener Projektarbesit wird ein Konzept politisch-ökologischen Lernens entwickelt, in dem die Selbstkritik der pädagogischen Linken verarbeitet ist.
"Ökologisches Lernen im Konflikt um die Startbahn 18 West" beschreibt Kurt Oeser. Ergibt einen Überblick zur Geschichte des Startbahnkonflikts, anslysiert die Zusammenhänge zwischen rechtlichen und politischen Konfliktebenen und untersucht das "Lernfeld Startbahnkonflikt" als Focus von Bewußtseinsveränderungen, politischen Umorientierungen und kulturellen Transformationen in einer Region.

Im dritten und letzten Teil "Skepsis" stehen zwei Texte, die sich damit auseinandersetzten ob??
setzen sich zwei Autoren mit dem Vorangegangenen auseinander. So ist für Heinrich Dauber "ökologisches Lernen als persönliche und politische Auseinandersetzung" gegen jegliche Form von Katastrophismus gesichert. Die Geschichte der politischen Linken erscheint dabei als unabgeschlosener kollektiver Lernprozeß: von der pädagogischen Aufklärung, über die moralische Empörung zum Einklang eines Rechts auf Ungezogenheit. Gleichzeitig zeigt der Autor, wie es die pädag ogische Linke verstanden hat, ernsthaften Konsequenzen aus der Analyse ihrer eigenen Situation zu entgehen: Die moralische Katastrophe, für die Auschwitz als Chiffre steht, bestimmt die Vergangenheit; die Zukunft endet in der globalen ökologischen Katastrophe und gegenwärtiges Handeln bleibt gelähmt.(*)
"Die ökologische Krise im Alltagsbewußtsein" untersucht Thomas Leithäuser. Ausgehend von enem Krisenmodell, in dem die menscliche Naturbeherrschung zur Systematisierung von "Gegenfinalitäten" natürliher Zusammenhänge führt, untersucht er verschiedene Thematisierungen der ökologischen Krise. Es wird die These ausgeführt, daß die Orientierung auf ökologische Probleme fragmentierte Bewußtseinsinhalte neu ordnet und es zu einer Re-Ideologisierung des Alltagsbewußtseins kommt.
(*) aus dem Buch entnommen
ML