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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Recalibrating Europe's semi-sovereign welfare states.
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsjahr:
ISBN:
-
Kurzinfo:
Abstract
Since the late 1970s, all the developed welfare states of the European Union (EU) have
been recasting the basic policy mix on which their national systems of social protection
were built after 1945. Intensified global competition, industrial restructuring,
budgetary austerity, changing family relations and demographic ageing have thrown
into question the once sovereign and stable welfare systems of the Golden Age′.
Moreover, domestic issues of work and welfare have more recently become ever more
intertwined with processes of European political and economic integration. In this
respect, it is fair to say that in the EU we have entered an era of semi-sovereign welfare
states. Together, these forces have produced a momentum of system change that goes
far beyond the popular notion of welfare state ′retrenchment′. The ′new′ welfare edifice
suggests a departure from a ′politics against markets′ social-protection perspective,
towards more of a ′politics with markets′, social-investment approach. This paper tries
to capture the comprehensive character of the ongoing effort to recast the architecture of
the post-war social contract in terms of the concept of welfare recalibration for both
heuristic and prescriptive purposes. It also addresses the engagement of the EU in
ongoing processes of recalibrating Europe′s semi-sovereign welfare states. In the policy
debate the term ′European social model′ is often invoked. Yet such generalisations gloss
over the immense differences in welfare state development, design and institutional
make-up across the EU′s 25 member states and, as a consequence, fail to capture the
complexity of ″contingently convergent″ reform trajectories in the recent period.
Zusammenfassung
Seit den späten 70er Jahren stellen alle hochentwickelten Sozialstaaten der EU den Mix
an Sozial-Politiken, wie er nach 1945 in den jeweiligen Staaten geschaffen wurde, auf
den Prüfstand. Die intensivierte Globalisierung, der Umbau der industriellen Produktion,
Budgetprobleme, sich verändernde Familienbeziehungen und eine alternde Bevölkerung
führen zu immer mehr Zweifeln an dem lange Zeit bewährten und stabilen
wohlfahrtsstaatlichen System des goldenen Zeitalters. Dazu kommt, dass in letzter Zeit
bisher nationale Themen wie Arbeit und Wohlfahrtsstaat immer stärker in die Prozesse
der europäischen Integration hineingezogen werden. In diesem Blickwinkel gesehen ist
es angemessen zu sagen, dass in der EU die Ära der nur noch halbsouveränen Staaten
begonnen hat. All dies zusammengenommen kann man sagen, dass sich eine
Konstellation ergeben hat, in der sich ein Systemwechsel vollzieht, der weit über die
populäre Wahrnehmung der Öffentlichkeit vom „Abbau des Sozialstaats″ hinausgeht.
Die Konstruktion der neuen Wohlfahrtspolitik bedeutet den Abschied von einer Politik
des sozialen Beschützens „gegen die Märkte″ hin zu einer Politik sozialer Investitionen
„mit den Märkten″. In diesem Papier wird versucht, die umfassende Bedeutung der
fortdauernden Bemühungen zur Umgestaltung der Architektur des Sozialkontrakts aus
der Nachkriegszeit zu erfassen - und zwar sowohl für heuristische Zwecke wie auch als
Handlungsanleitung. Die Analyse bezieht sich auch auf das Engagement der EU in den
andauernden Prozessen, die halbsouveränen Wohlfahrtsstaaten Europas neu zu
„justieren″. In politischen Diskussionen wird oft der Begriff vom „Europäischen
Sozialmodell″ beschworen.
Aber solche Generalisierungen gehen über die wirklich großen Unterschiede in den
wohlfahrtsstaatlichen Entwicklungen, in der Gestaltung und im institutionellem Aufbau
der 25 EU-Mitgliedstaaten hinweg und verfehlen so als Konsequenz, die Komplexität
der „kontingenten Konvergenz″ der Reformwege in den vergangenen Jahren richtig zu
erfassen.
Inhaltsverzeichnis :
Content:
1 The adaptive capacity of the semi-sovereign welfare state
2 Caveats and challenges to the ′European Social Model′
3 A series of profound reforms
4 Understanding welfare recalibration
5 Beyond the ′double bind′ of social Europe
6 The imperative social pragmatism

References
Original-Quelle (URL):
 
Datum des Zugriffs:
23.10.2015