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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
 
 
Hauptsachtitel:
Faktor vier: Doppelter Wohlstand - halbierter Naturverbrauch.
Untertitel/Zusätze:
Der neue Bericht an den CLUB OF ROME.
Erscheinungsort:
München
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3426772868
Kurzinfo:
Klappentext:

Die Botschaft von Faktor vier ist neu, einfach und aufregend: neu, weil sie nichts Geringeres an kündigt als eine neue Richtung des technischen Fortschritts, einfach, weil sie dafür eine einfache Formel anbietet, und aufregend, weil sie Profite verspricht.

Bisher war Fortschritt gleichbedeutend mit dem ständigen Zuwachs an Arbeitsproduktivität, was dazu führte, daß wir heute zwanzigmal mehr Wohlstand aus einer menschlichen Stunde Arbeit herausholen als 1840. Doch um welchen Preis: Die zunehmende Rationalisierung ließ die Arbeitslosigkeit ansteigen. Eine weitere Erhö hung der Arbeitsproduktivität scheint volkswirt schaftlich kaum mehr lohnend und im Hinblick auf unsere Umwelt gefährlich. Das Erdklima gerät aus dem Gleichgewicht, die Artenvielfalt schwin det, und die Rohstoffe werden knapp. Uns bleibt nur eines: weniger Natur zu verbrau chen und mit dem Wenigen wirksamer zu arbeiten. Wir müssen eine Effizienzrevolution in Gang setzen, die dazu führt, daß wir die Naturgüter mindestens viermal besser nutzen als bisher. Das ist der Faktor vier. Er macht es möglich, dass wir trotz halbierter Naturnutzung den verteil baren Wohlstand verdoppeln können. Wie das funktioniert, zeigen Weizsäcker und seine Koautoren anhand zahlreicher konkreter Beispiele: Schon mit den vorhandenen Technolo gien lassen sich heute Produkte erzeugen, die einen vielfach höheren Nutzen haben als her kömmlich produzierte Güter und dabei keines wegs teurer sein müssen, z. B. Solarhäuser - auch für sonnenarme Zonen -, deren Energiekosten fast bei Null liegen, oder Supersparautos, die nicht nur sparsam und sicher, sondern auch komfortabel sind.

Doch der Faktor vier ist nicht nur in der Produk tion, sondern auch beim Transport und Vertrieb von Gütern anwendbar: Es ist unnötig, die ver schiedenen Bestandteile zur Herstellung eines Erdbeerjoghurts aus Entfernungen von insge samt 3500 Kilometern zur Fabrik zu transpor tieren und das fertige Produkt dann wieder auf eine weite Reise zum Kunden zu schicken.

Das Know-how für eine neue, umweltschonende Wachstumspolitik ist vorhanden. Wie aber ist sie durchsetzbar? Fairen Wettbewerb für die Effizi enz fordern die Autoren. Keine Subvention mehr für Vergeudung. Und schließlich: die ökologische Steuerreform. Damit werden die Bedingungen für einen revolutionären Wandel zu einer zukunfts sicheren Wirtschaft und Technik geschaffen. Die Effizienzrevolution macht Umweltschutz, der für die Wirtschaft bisher ein Kostenfaktor war, zu einem Nutzenfaktor.
Inhaltsverzeichnis :
Inhaltsverzeichnis:

Geleitwort von Ricardo Dfez Hochleitner
Vorwort zur deutschen Ausgabe

Mehr für weniger
Ein aufregender neuer Fortschritt
Kampf der Schwindsucht
Sieben gute Gründe für Effizienz
Das Buch zielt auf praktische Änderungen

Teil I: Fünfzig Beispiele für den Faktor 4

1. Kapitel: Zwanzig Fälle vervierfachter Energieproduktivität
1. Hyperautos: Vom Nordkap bis Sizilien mit einer Tankfüllung
2. Das Rocky Mountain Institute: das erste vollbiologische Bürohaus der Welt
3. Das »Passivhaus« in Darmstadt-Kranichstein: ein Wohnhaus zum Wohlfühlen
4. Häuser im sommerheißen Kalifornien: natürlich klimatisiert
5. Superfenster: Heizen und Kühlen zum Nulltarif
6. Queen's Building: Intelligentes Bauen zahlt sich aus.
7. Kostengünstiges Renovieren: Beispiel Backstein-Reihenhäuser
8. International Netherlands Group: die Bank, die Barings rettete
9. Haushaltsgeräte: Der Stromverbrauch kann um drei Viertel verringert werden
10. Kühlschränke: Die Effizienz läßt sich spielend steigern
11. Beleuchtungen: Lampenfabriken statt Kraftwerke
12. Bürogeräte: Es kommt auf die richtigen an
13. Büroumrüstungen: Gute Arbeitsbedingungen motivieren
14. Energieversorgung in kalten Klimazonen: Wasser, Wind und Sonne
15. Rindfleisch: Weniger verbrauchen, bessere Qualität genießen
16. Tomatenanbau: Es geht auch ohne Energieverschwendung
17. Ventilatoren, Pumpen und Motoren: Mr. Lee revolutioniert die Technik
18. Klimatisierung: »Weiße Mützen« und andere neue Technologien
19. Effizienzkette: Fünf kleine statt eines großen Schritts
20. Industrielle Produktion: Rentables Energie- und Abfallsparen

2. Kapitel: Zwanzig Fälle vervierfachter Stoffproduktivität
1. Büromöbel: Haltbarkeit und modernes Design schließen sich nicht aus
2. Hyperautos: Rostfrei, leicht und sicher
3. Elektronen statt Buchstaben: Die Bibliothek in der Westentasche
4. Stahl: Renaissance eines Baustoffs
5. Tröpfchenbewässerung: Die Wüste blüht
6. Wasser in der Industrie: Revolutionäre Verbesserungen
7. Wasser in Privathaushalten: Faktor 4 in Sicht
8. Baumwollproduktion: Es geht auch mit weniger Wasser und Material
9. Stoffströme in der Industrie: Abfall vermeiden
10. FRIA: Eine Kühlkammer ersetzt den Kühlschrank
11. Auf die Dienstleistung kommt es an: Gemeinschaftsnutzung von Geräten
12. Sanieren statt abreißen: Die »graue« Energie erhalten
13. Landwirtschaft: Schluß mit dem »Krieg gegen die Erde«
14. Biointensive Kleinlandwirtschaft: Alte Traditionen wiederentdecken
15. Chemikalien: Vermieten statt verkaufen
16. Gebäudeunterfangung: Die Wahl der Methode ist entscheidend
17. Belland-Material: Neue Verpackungen aus Kunststoffmüll
18. Flaschen, Büchsen und Kisten: Wiederverwendbare Transportbehälter
19. Bauen mit Holz: Ungeahnte Möglichkeiten für Großprojekte
20. Einfamilienhäuser aus Holz: preiswert, praktisch, schön

3. Kapitel: Zehn Fälle vervierfachter Transportproduktivität
1. Videokonferenzen: Reisen sparen
2. Elektronische Post: Briefe und Texte über den Äther schicken
3. Erdbeerjoghurt: Weite Reisen müssen nicht sein
4. Vitaminreicher Saft: Von fern oder nah
5. Schienenverkehr: Intelligente Technik steigert die Kapazitäten
6. Pendolino und CyberTran: Alternativen zu ICE und Transrapid
7. Curitiba: Eine Stadt im Aufwind mit kluger Verkehrspolitik
8. Stattautos: Teilen statt besitzen
9. Ohne Auto mobil: Ein Modell könnte Schule machen
10. Verdichtung statt Zersiedelung: Das neue Stadt- und Dorfgefühl

Teil II: Die Umsetzung: Effizienz muß sich lohnen

4. Kapitel: Was heißt hier eigentlich Markt?
Kann ein Markt-Jiu-Jitsu die Zerstörungskräfte aushebeln?
Marktverzerrungen
Theorie und Praxis

5. Kapitel: Effizienz ist käuflich und verkäuflich
Kostenminimierende Planung (least cost planning)
Aufsichtsreform bei der Energieversorgung
Die Vermarktung der Megawatts

6. Kapitel: Das Richtige, nicht das Falsche belohnen!
Falsche Anreize korrigieren
Verantwortung hat etwas mit Antwort zu tun
Wahlmöglichkeiten schaffen: Beispiel Verkehr
Die Preise müssen die Wahrheit sagen
Bonus-Malus-Systeme

7. Kapitel: Ökologische Steuerreform
Laß Preise sprechen
Das unbürokratischste, unaufdringlichste und vermutlich wirkungsvollste Instrument
Gute Chancen für eine internationale Harmonisierung

Teil III: Die Umweltkrise zwingt zum Handeln

8. Kapitel: Die Herausforderung von Rio
Die ökologisch dauerhafte Entwicklung hat noch kaum begonnen
Der Treibhauseffekt und die Klimakonvention
Rettung der Artenvielfalt
Weitere ungelöste Umweltprobleme

9. Kapitel: Stofflawinen, das vergessene Problem
Abfälle sind das letzte
Ein drei Tonnen schwerer Ehering
Der Faktor-10-Club

10. Kapitel: Unbefriedigende Teillösungen
Teurer Umweltschutz: Eingriff am falschen Ende
Technikträume und das Märchen vom Füllhorn
Öko-Audits: teuer, aber lehrreich

11. Kapitel: Wir haben fünfzig Jahre Zeit, also haben wir keine Zeit zu verlieren
Die neuen Grenzen: Die Meadows haben recht
Bevölkerungsdynamik
Etwas Zahlenakrobatik zum 21. Jahrhundert

Teil IV: Zivilisationsfortschritte

12. Kapitel: Wohlstand, nicht Umsatz
Neue Wohlstandsmessung
Tertiarisierung
Arbeit im Alter

13. Kapitel: Freihandel und Umwelt
Der freie Markt stärkt das Kapital
Eine grüne Welthandelsorganisation (WTO)?
Faktor 4 im Kontext von Handel und Umwelt
Freihandel und Darwinismus

14. Kapitel: Nicht-materieller Wohlstand
Die Unersättlichkeit ist stärker als die Effizienzrevolution. Der informelle Sektor
Der ökonomische Fundamentalismus: ein schlechter Ersatz für Moral, Religion und Kultur

Literatur
Register