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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Aufsatz in Sammelwerk (SW)
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Verfasser/-in:
 
Hauptsachtitel:
Grundschüler entdecken Umweltgeschichte.
Untertitel/Zusätze:
oder: Der Rückblick als Einstieg in die Zukunft.
In Herausgeberwerk (Quelle):
SW Herausgeber(in):
 
SW Hauptsachtitel:
Umwelterziehung in der Primarstufe.
Erscheinungsort:
Heinsberg
Erscheinungsjahr:
Seite (von-bis):
200-224
Kurzinfo:
Die beiden Autorinnen Susanne Kutz und Sabine Menhardt-Schwerin berichten von einem Umweltwettbewerb, bei dem sich Schüler ab Klasse 5 bis zu einem Alter von 21 Jahren beteiligen konnten. In den Jahren 1986 bis 1989 nahmen mehr als 5000 Schüler mit bundesweit 1016 Beiträgen teil. Die beiden Autorinnen sprechen sich dafür aus, daß auch Grundschüler sehr gut an solchen Projekten teilnehmen können. Sie nennen Gründe wie:

- Grundschüler in ihrer noch recht offenen Art macht es besondere Freude, Zeitzeugen nach alltagsgeschichtlichen Erinnerungen zu befragen.
- Geschichtliche Spurensuche ist so etwas wie "Detektiv- oder Reporterarbeit" und spornt den Eifer der Kinder zur Eigentätigkeit an.
- Der Heimatraum ist in der Grundschule in vielfacher Hinsicht zentrale Mitte des Unterrichts und damit in besonderer Weise für lokalhistorische Projekte geeignet.
- Das in der Primarstufe noch vorherrschende Klassenlehrprinzip erleichtert fächerübergreifende Vorgehensweisen und läßt sich mit der Stundentafel recht gut vereinbaren.
- Die engagierte Projektarbesit bietet besondere Chanceen, bei der Dokumentation der Ergebnisse Lesen, Schreiben und die mündliche Ausdrucksfähigkeit in einer Ernstsituation zu üben.
- Das ungewohnte Gefühl der Lernfreiheit, die man aus dem "normalen Unterricht" nicht kennt, ergibt in Verbindung mit dem methodischen Ansatz des "forschenden Lernens" draußen vor Ort eine besondere Lern- und Arbeitssituation.

Die beiden Autorinnen führen explizit drei Projektbeispiele auf, wo klar wird, daß umweltgeschichtliche Themen auch für die "Kleinen" geeignet sind. Denn, wie sich herausstellte, haben die Kinder von sich aus an der Vergangenheit Interesse. Sie wollen alles ganz genau wissen. Die Kinder sind "voll bei der Sache" und sind bereit, auch Nachmittags etwas für das Projekt zu tun.

Neben vielen anderen Lernerfolgen, Erfahrungen und Begegnungen aus den Wettbewerbsarbeiten sind zusammenfassend insbesondere die folgenden Aspekte zu betonen:

- Von der Projektrbeit gingen zahlreiche Anstöße aus für den Kunstunterricht, die Aufsatzerziehung, die Spracherziehung und die naturkundlichen Elemente des Sachunterrichts.
- Die SchülerInnen versuchten in vielfältiger Weise Konsequenzen aus ihren Erfahrungen für ihr weiteres Handeln zu ziehen: Müll reduzieren, Bach- oder Baumpatenschaften übernehmen etc.
- Sie erfuhren, daß heutige Umweltzustände nicht naturgegeben sind, sondern vielfach vom Menschen verändernd geschaffen, zumindest stark geprägt wurden bis hin zur Gefährdung der Naturgüter.
- Erst vor dem Bild der Vergangenheit werden Vor- und Nachteile heutigen Handelns und ihre Langzeitwirkungen für nachfolgende Generationen erkennbar.
- Erst die Dimension der Geschichtlichkeit läßt die ökologische Verantwortung für Gegenwart und Zukunft im ganzen Umfang erkennen.

Im Anschluß an die Projekte geben Susanne Kutz und Sabine Menhardt-Schwerin noch einige Tips und Hinweise für weitere Themen.