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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Der Mythos vom interkulturellen Lernen.
Untertitel/Zusätze:
Zur Kritik der sozialwissenschaftlichen Grundlagen interkultureller Erziehung und subkultureller Selbstorganisation ethnischer Minderheiten am Beispiel der USA und der Bundesrepublik Deutschland
Erscheinungsort:
Münster
 
Hamburg
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3894738871
Kurzinfo:
Klappentext:

Die Studie stellt zwei zentrale Grundsätze für die Gestaltung 'interkultureller' Beziehungen zwischen ethnischen Gruppen in Frage: Interkulturelles Lernen ist keineswegs - wie in Deutschland propagiert - von vorneherein als positives Konzept zurÜberwindung von Fremdenfeindlichkeit und Rassismus zu betrachten. Ebenso problematisch erscheint es, subkulturelle Abgrenzungsformen der Minderheiten gegenüber dem Einfluß der Dominazkultur in Politik und Erziehungsinstitutionen als 'Hang zur Ghettobildung' abzustempeln oder umgekehrt als einzig erfolgreiche Methode zur Befreiung aus kollektiver Unterdrückung anzusehen. Interkulturelles Lernen reduziert sich in Deutschland - allen idealistischen Vorstellungen aus Wissenschaft, Pädagogik und Politik zum Trotz - meist auf 'folkloristisch-kulinarische Bereicherung' der Einheimischen und fördert Anpassung und soziale Ausgrenzung der 'Fremden'. Vor dem Hintergrund eingener 20jähriger pädgogischer und sozialwissenschaftlicher Praxis in der 'interkulturellen' Arbeit kommt der Autor zu dem Schluß: Interkulturelles Lernen und rassistische Politik schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern sind nur zwei Seiten der gleichen Medaille. Ohne Erhalt der eigenen Sprache und Selbstorgnaisation der Einwandererminderheiten findet gleichberechtigtes interkulturelles Lernen zwischen Mehrheits- und Minderheitsbevölkerung in emanzipatorischer Absicht gar keine realen Anknüpfungspunkte mehr.
Inhaltsverzeichnis :
Einleitung

I
Historische Grundlagen von interkulturellem Lernen und Subkultureller Absonderung zwischen ethnischen Gruppen

1 Interkulturelle Kommunikation und subkulturelle Selbsorganisation als Machstrategien in der Geschichte

2 Die historisch-materiellen Grundlagen kosopolitisch orientierter interkultureller Erziehungskonzepte

3 Thesen zu den Voraussetzungen einer Institutionalisierung interkulturellen Lernens in der multiethnischen Industriegesellschaft

4 Die historische Entwicklung von sozialer Desegrationspolitik, subkultureller Absonderung ethnischer Minderheiten und interkultureller Absonderung ethnischer Minderheiten und interkultureller Erziehungskonzepte am Beispiel der USA
4.1 Die Entstehung verschiedener interethnischer Kommunikationsideologen
4.2 Zur Sozialgeschichte der instititionalisierten Zusammenarbeit zwischen Weißen und Schwarzen
(interracial cooperation)
4.3 Die Verstärkung ungleicher Kontakte und die Entstehung rückkehrorientierter subkultureller Seperationsbewegungen
4.4 Die Entwicklung sozialwissenschaftlicher Theorien über die Entstehung und den Anbau von Inter-Grippen-Konflikten
4.5 Desegregation und interkultureller Kontakt im Bereich der Rüstungsindustrie
4.6 Desegregration und Kontakt zwischen Schwarzen und Weißen in der Armee
4.7 Die Reaktion auf gewaltsamen Widerstand der Schwarzen - intergroup education als interkulturelles Erzeihungskonzept
4.8 Ursachen für das Scheitern der intergroup education
4.9 Die materiellen und sozialwissenschaftlichen Grundlagen einer Institutionalisierung interkultureller Erziehung
4.10 Subkulturelle Seperations-Ideologie als Widerstand gegen Rassismus und Integrationskonzepte
4.11 Community Policing als interkulturelle Kommunikationstechnologie der Polizei gegenüber subkulturellem Widerstand von Schwarzen
4.12 Interkulturelle Erziehung als ethnic community education
4.13 Interkulturelles Lernen auf globaler Ebene zur Hegemoniesicherung der Industriestaaten
4.14 Inter-sukulturelles Lernen als Perspektive?
4.15 Zwischenergebnis: Interethnische Erziehungsideologien in den USA

5 Zwischen Assimilation und Segregation - zur Tradition interkultureller Beziehungen ethnischer Gruppen in Preußen/Deutschland

6 Re-education (Umerziehung) der Deutsche in den Westzonen als interkulturelle Erziehung
6.1 Konzeptionelle Kontinutät von Umerziehung und Ausländerpolitik
6.1.1 Vergleich der politischen Ziele
6.1.2 Zum Vergleich der Methoden
6.2 Die Verkürzung des Lewin`schen Konzepts interkultureller Erziehung in der Praxis von Re-education und Ausländerpädagogik

7 Interkulturelles Lernen und subkulturelle ethnischer Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland/Westberlin
7.1 Die unbewußte Übernahme des deutsche Erbes als historische Rahmenbedingung der interethnischen Beziehungen
7.2 Die Entwicklung einer bikulturellen Doppelstrategie zur Überbrückung von Widersprüche
7.2.1 Die bikulturelle Doppelstrategie der Arbeitsmigrantinnen
7.2.2 Die bikulturelle Doppelstrategie deutscher Institutionen
7.3 Methoden der sozialen Eingliederung als interkulturelle Lernstrategien
7.3.1 Interkulturelles Lernkonzept für die Arbeitsmigrantinnen
7.3.1.1 Interkulturelles Lernen als betriebswirtschaftliches Erfolgnis
7.3.1.2 Interkulturelles Lernen durch Ausländer-Sozialberatung
7.3.1.3 Interkulturelles Lernen durch nichtdeutschsprachige Massenmedien für ausländische Arbeiterinnen
7.3.2 Interkulturell orientierte Kommunikationsstrategien gegenüber der deutschen Bevölkerung
7.3.2.1 Zur Funktion und Kritik traditioneller Öffentlichkeitsarbeit gegen "Vorurteile" einer einheimischen Bevölkerung
7.3.2.2 Interkulturelles Lernen durch Appell an die Angst vor sozialen "Unruhen im Ausländergetto"
7.4 Von der Hausaufgabenhilfe-Kampagne zur Arbeit von Bürgerinitativen - Erste Ansätze interkultureller community education außerhalb des Regelschulsystems
7.5 Von der bikulturellen Doppelöstrategie zur interkulturellen Assimilationsorientierung in Modellprojekten
7.6 Von der Ausländerpädagogik zu interkulturellem Lernen in der Schule und Gemeinwesen - zu den sozialpolitischen und bildungsökonomischen Grundlagen eines Paradigmawechsels
7.6.1 Sozialpsychologisch begründete Argumentationslinien für die Notwendigkeit zu interkulturellem Lernen der Deutschen
7.6.2 Bildungsökonomische Notwendigkeiten
7.6.3 Fiskalische Ursachen, ideologische Hintergründe und emanzipatorische Perspektiven
7.7 Die rechtlichen und sozialen Beziehungen zwischen einheimischen Deutschen, Aussiedlern, nichtdeutschen Inländern und ausländischen Flüchtlingen als Grundlage interkulturellen Lernens

II
Die Westdeutsche Rezeption der Sozialwissenschaftlichen Grundlagen von interkulturellem lernen und subkultureller Seperation

1 Übersicht über die verschiedenen Ideologien im Bereich interethnischer Erziehung am Beispiel der USA

2 Zur Definition der Begriffe "Kultur", "ethnische Identität" und "interkulturelle Erziehung"

3 Das interkulturelle Paradigma zwischen Kulturuniversalismus und Kulturrealativismus
3.1 Kulturuniversalische Argumentationslinien
3.2 Kulturrealivistische Begründungen
3.3 Die Schwierigkeiten eines "dritten Weges"

4 Die mehredeutige Verwendung des (Kultur)Phuralismus-Begriffs
4.1 Die ideologische Funktion der Begriffe "Kulturpluralismus" und Multikulturalismus"
4.2 Die Vermischung von Politikwissenschaftlichen und kulturanthropologischen Grundlagen für (Kultur)Pluralismus
4.2.1 Das Politikwissenschaftliche Konzept des demokratischen Pluralismus und seine Bedeutung für interkulturelles Lernen von Ausländerbeiratsmitgliedern
4.2.2 Die Kulturanthropologische Theorie "Pluralen Gesellschaft"
4.2.3 Kritische Anmerkungen zu den (Kultur)Pluralismus-Konzepten
4.3 Autonome Erziehungs- und Medienmacht ethnische Minderheiten als Vorraussetzung für gleichberechtigten Kulturpluralismus

5 Die unkritische Übertragung soziologischer Konzepte zur Veränderung interethnischer Kontakte infolge von Arbeitsmigration
5.1 Zum mehrdeutigen Gebrauch der Begriffe "Assimilation" und "Integration" in der Migrationsforschung
5.2 Der Mythos vom Kulturkonflikt als Wurzel der Eingliederungsprobleme von Migranten in der Bundesrepublik
5.3 "Interaktionistische Integration" als Leitbild für interkulturelle Erziehung in der Bundesrepublik
5.4 Die Funktionalisierung des (interaktionistischen) Intergrationsbegriffs für unterschiedliche Interessen
5.5 Interkulturelles Lernen als Eingliederung in die "internationale Arbeitsklasse"
5.6 Interkulturelles Lernen in der Gewerkschaft zwischen bürokratischer Bevormundung, Verbürgerlichung und interethnischer Solidarität
5.7 Der erweiterte Begriff einer "interaktionistischen" Integration als Grundlage interkultureller Lernkonzepte

6 Die Rezeption des Ethnic-Community-Ansatzes in der Bundesrepublik - Subkulturelle Separation als alternatives Modell zur assimilativen Eingliederung
6.1 Zur Untersucheidung zwischen Segration und Separation
6.2 Segrationstendenzen gegenüber ethnischer Minderheiten in der Bundesrepublik Deutschland
6.3 Kulturelle Autonomie durch subkulturelle Seperation? - Die Bedeutung des Ethnic community-Ansatzes für die Beurteilung interkultureller Lernkonzepte
6.3.1 Zum Begriff "community"
6.3.1.1 Hauptbestandsteile einer sozialwissenschaftlichen Definition
6.3.1.2 Die historischen Wurzeln der community-Ideologie
6.3.2 Zur Ideologie der Ethnic community
6.4 Sozialwissenschaftliche Rezension des Modells subkultureller Seperation in der Bundesrepublik
6.5 Subkulturelle Seperation ethnischer Minderheiten in den Bundesländern
6.6 Der Mythos von der multikulturellen Gesellschaft und die zwiespältige Rolle der ethnischen Mittelschichten - zur Kritik des Ethnic community-Ansatzes in Deutschland

7 Sozialpsychologische Grundlagen interkulturellen Lernens und subkultureller Seperationskonzepte
7.1 Sozialpsychologische Modelle zu Analyse und Veränderung von interkulturellen Kontakten
7.2 "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass" - Zur zwiespältigen Wirkung traditioneller interkultureller orientierter (Gegen)Informations-Strategien
7.3 Die Kontakthypnotese als sozialpsychologische Grundlage für interkulturelles Lernen
7.4 Anwendung und Kritik der Kontakthypothese am Beispiel der amerikanischen Desegregationsforschung im Schulbereich
7.5 Die kognitionspsycholgische Erweiterung der Kontakthypothese durch social identity-theorie
7.5.1 Die social identity-theory von Tajfel und Turner
7.5.2 Die Anwendung der social-identity-theorie auf die Kontakthypothese
7.5.3 Die Rahmenbedingungen für positive Auswirkungen interkultureller Kontakte
7.6 Interkulturelle Sozialtechnologien als pädagogische Konsequenz aus der Desegregationsforschung
7.7 Sozialpsychologische Voraussetzungen interkulturellen Lernens in der Bundesrepublik Deutschland
7.7.1 Die Rezeption der sozialpsycholgischen Kontakthypothese durch die Westdeutsche Migrationsforschung
7.7.2 Der Mythos von der "gegenseitigen kulturellen Bereicherung"
7.7.3 Kolonisiertes Bewusstsein nichtdeutscher interkultureller Vermittlerinnen
7.7.4 Die interethnischen Beziehungen in Deutschland im Lichte der sozialpsychologischen Kontakthypothese
7.8 Die Förderung ungleicher interethnischer Kontakte durch schulische Desegrationsmaßnahmen in der Bundesrepublik

8 Das Verhältnis zwische ethnischer Identität, Pädagogik und Politik in unterschiedlichen Ansätzen interkulturellen Lernens und subkultureller Seperation
8.1 Monokulturell-individualistische Identitätskonzepte als Grundlage staatlicher Erziehungspolitik gegenüber ethnischen Minderheiten
8.1.1 Das Identitätskonzept der klassischen Kulturanthropologie
8.1.2 Das Identitätsmodell des Symbolischen Interaktionismus als Grundlage interkultureller Lernkonzepte
8.1.3 Die konzeptionellen Konsequenzen des Perspektivenwechsels - Der fließende Übergang von der Ausländerpädagogik zur interkulturellen Erziehung
8.2 Transkulturelle Identitätsmodelle und interkultrelles Lernen
8.2.1 Der psychodynamische Ansatz
8.2.2 Transzendental-philosophische Begründungen
8.2.3 Der kognitionspsychologische Ansatz
8.2.4 Zwischenergebnis: Zur Kritik mono- und transkultureller Modelle von Identität und interkultureller Pädagogik
8.2.5 Menschenrechtsorientierte Ansätze
8.2.6 Interkulturelle Erziehung als Freire`sche "Pädagogik der Unterdrückten" - Zur Problematik eines Übertragungsversuchs
8.2.7 Transkulturelle Identität als Voraussetzung zur Aufhebung von interkultureller Pädagogik
8.3 Die kollektive ethnische Identität als Grundlage subkultureller Seperationskonzepte
8.3.1 Das politische begründete kollektive Identitätskonzept schwarzer Einwandererjugendlicher in Großbritanien
8.3.1.1 Der Ansatz des CCCS-Birmingham
8.3.1.2 Zur Kritik des CCCS-Konzepts von kollektiver Identität
8.3.1.3 Zum Problem der Übertragung des CCCS-Ansatzes
8.3.2 Zur Problematik des kulturanthropolischen Konzeptes ethnischer Identität
8.4 Bikulturelle Identitätsmodelle und Erziehungskonzepte
8.4.1 Kulturanthrologisch-ethnographische Begründung
8.4.2 Kognitionspsychologische Begründung einer bikulturellen Identität und deren pädagogische Konsequenzen
8.4.3 Linguistische und sprachenpolitische Bildung
8.4.4 Zur Rezeption von Modellen bikultureller Identität und zweisprachigem Lernen in Deutschland
8.4.4.1 Die sprachenwissenschaftliche Integrationsforschung im Dienste der Assimilationspolitik
8.4.4.2 Die bayrische Sprachenpolitik als Popanz für die negativen Folgen eines bikulturellen Erziehungskonzeptes
8.4.4.3 Der muttersprachliche Ergänzungsunterricht in Nordrheinwestfalen als Beispiel für assimilationsorientiertes Konzept zweisprachiger Erziehung
8.4.4.4 Das "Memorandum zum muttersprachlichen Unterricht" und seine Folgen für die Bilingualismusforschung
8.4.5 Normaliesierung und Hierachisierung der Bildungsbeteiligung als Ausdruck zerstörter bikultureller Identität
8.4.6 Bikulturelle Identität und umfassende Mehrsprachigkeit für eine kosmopolitische Elite in Europa
8.4.7 Fazit und Perspektiven der Erforschung von bikultureller Identität und Zweisprachigkeit in der Bundesrepublik

9 Der Versuch einer Synthese: Das Stufenmodell von Banks zur Entwicklung von ethnischer Identität und sozialem Lernen in der multiethnischen (Welt)Gesellschaft
9.1 Ein Stufenmodell zur Entwicklung von ethnischer Idenität
9.2 Die Grenzen eine transkulturellen Idealismus - zur Kritik am Entwicklungsmodell von Banks
9.3 Konsequenzen für die Identitätsbildung ethnischer Minderheiten und interkulturelles Lernen in Deutschland

III
Interthnisches Lernen, soziale Ausgrenzung und subkulturelle Selbstorganisation im globalen Rahmen

IV
Zusammenfassung, Schlußfolgerungen, Perspektiven

Literaturverzeichnis