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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Aufsatz in Sammelwerk (SW)
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Verfasser/-in:
Hauptsachtitel:
Umweltbildungsplanung in Europa.
In Herausgeberwerk (Quelle):
SW Herausgeber(in):
 
SW Hauptsachtitel:
Europäische und nationale Umweltbildung im Vergleich.
Erscheinungsort:
Münster
Erscheinungsjahr:
Seite (von-bis):
19-54
Kurzinfo:
Abstract:

In Europa wird die Umweltbildung einerseits durch ähnliche Umweltbelastungen (z. B. Luft-, Wasser- und Bodenprobleme), andererseits durch transnationale Steuerungsmechanismen (z. B. in Form des Umweltrechts) und drittens durch einen pädagogischen Erfahrungsaustausch (z. B. von Dozenten, Lehrern und Studierenden) beeinflußt und z. T. abgestimmt. Gleichzeitig wird die Umweltbildung aber auch aus einem nationalen Vorverständnis (je nach Naturzugang und Bildungssystem) geplant bzw. realisiert. Und schließlich muß sie subsidiär an lokalen Bedarfen (sei es lokalen Agenden oder Schulbedingungen) orientiert und vor allem an den Adressaten (ihren Interessen und Kompetenzen) ausgerichtet werden.

Von den verschiedenen Ebenen gehen unterschiedliche Einflüsse auf die Umweltbildung aus: denn während das alltägliche Umwelthandeln stark situativ und personal geprägt ist, folgen die Wert- und Verhaltensstrukturen weithin nationalen Traditionen und Sozialisationsbedingungen. Dagegen sind die politischen und wirtschaftlichen Planungsvorgaben zunehmend europäisch beeinflußt und ausgerichtet. Die konkurrierenden Interessen und Einflußnahmen führen zu erheblichen Widersprüchen, die in der Umweltbildung oft wenig reflektiert und noch weniger bearbeitet werden. Zu beachten ist z. B.: wie sich die Bildungsvoraussetzungen durch die Entwicklung multikultureller Stadtökologien oder das öffentliche Engagement in verschiedenen Ländern verändert haben bzw. wie sich die Bildungsanforderungen unter dem Einfluß der Wirtschafts- und Informationssysteme wandeln.
In diesem Beitrag werden folgende Kontextebenen diskutiert: Zunächst wird die Entwicklung der Umweltpolitik in Europa als Orientierungshorizont der Umweltbildung skizziert (Teil 1), dann werden konkurrierende und komplementäre Entwicklungen von europäischen und nationalen Umweltbildungsbemühungen untersucht (Teil II), bevor auf die öffentliche Akzeptanz gegenüber der europäischen Umweltpolitik und nationalen Bildungsausrichtung eingegangen wird, weil eine Umweltbildung kaum gegen dieöffentliche Meinung wirksam werden kann (Teil 111). Abschließend wird diskutiert, inwieweit sich in der Umweltbildung Europäisierungstendenzen und subsidiäre Differenzierungen in der Praxis ergänzen (Teil IV).