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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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1. Urheberwerk
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Urheber:
Hauptsachtitel:
Sustainability - eine Illusion?
Untertitel/Zusätze:
Ein interdisziplinärer Workshop
Erscheinungsort:
Sinzheim
Erscheinungsjahr:
ISBN:
3930747979
Kurzinfo:
Verlagsinfo:

Im Rahmen eines Projektes, das die Prognos AG im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft zum Thema 'Grenzen und Chancen einer dauerhaften und durchhaltbaren Entwicklung im Energiesektor' durchführt, fand am 19./20. September 1996 ein interdisziplinärer Workshop zu der Frage statt: Ist die Vorstellung einer 'Sustainable Entwicklung' Illusion? Vertreter aus Ökonomie, Technik und Sozialwissenschaft diskutierten mit Sprachwissenschaftlern, Theologen, Psychologen und Ethnologen über die Dimensionen des Themas. Sie versuchten - zunächst aus ihrer jeweiligen Sicht, dann aber auch in der gemeinsamen Diskussion - Bedingungen zu formulieren, unter denen das gegenwärtig herrschende Wirtschafts- und Gesellschaftssystem allmählich auf den Pfad einer auf Dauer durchhaltbaren Entwicklung einzuschwenken vermag. Dabei ging es nicht nur um die Frage, ob eine auf Dauer durchhaltbare Entwicklung ökonomisch-technisch vorstellbar ist, sondern auch darum, in welchem Ausmaß die dafür notwendigen Veränderungen im persönlichen, unternehmerischen oder politischen Verhalten realisierbar erscheinen. Das Fazit: Eine dauerhaft durchhaltbare Entwicklung der Gesellschaft ist nicht zwangsläufig eine Illusion. Es gab in der Menschheitsgeschichte immer wieder - zwar zeitlich und räumlich oft begrenzte - Perioden, in denen Gesellschaften Wertstrukturen und Ordnungssysteme entwickelten, um ihr Überleben und ihren Wohlstand allein durch eine intelligentere Nutzung der vorhandenen Ressourcen zu sichern. Nichts spricht dafür, daß der Menschheit diese Anpassungsfähigkeit grundsätzlich verloren gegangen ist, viel aber dafür, daß die herrschenden Anreizstrukturen in Wirtschaft und Gesellschaft dies nicht leisten werden. So bleibt die Frage offen, ob die Lernfähigkeit in unseren Strukturen für eine solche Neuorientierung ausreicht, oder ob diese erst unter vermutlich hohen Opfern zerbrechen müssen, damit Raum für neue Ansätze entsteht.