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BNELIT - Datenbank zu Bildung für nachhaltige Entwicklung: wissenschaftliche Literatur und Materialien
Bildung für nachhaltige Entwicklung: wiss. Literatur und Materialien (BNELIT)
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Urheber:
Urheber Kürzel:
zus. bet. Pers.:
 
zus. bet. Körpersch.:
Hauptsachtitel:
Gewässer im Stadtteil.
Untertitel/Zusätze:
Ansätze für eine fächerübergreifende Umwelterziehung auf den Sekundarstufen I und II. Das Umweltprojekt G.R.E.E.N. [Global Rivers Environmental Education Network, eine praxisorientierte Arbeitshilfe].
Erscheinungsort:
Hamburg
Erscheinungsjahr:
ISBN:
-
Kurzinfo:
Kurzinfo:

Gewässer im Stadtteil (am Beispiel Hamburg) dienen als umfassender Kristallationspunkt für eine fächerübergreifende Umwelterziehung. Die Materialien dienen als Anregungen für eine Umwelterziehung an Gewässern in verschiedenen Unterrichtsfächern (Biologie, Chemie, Physik Geographie, Deutsch, Gesellschaftswissenschaften, Kunst, Fremdsprachen, Informatik/Computer).

Die Basis des Heftes ist
- das Wasserlabor des Zentrums für Schulbiologie und Umwelterziehung (ZSU), das seit 1989 schulische Gruppen im Kontext des internationalen G.R.E.E.N-Projekts unterstützt und koordiniert.
- Erfahrungen mit dem G.R.E.E.N-Projekt und Zusatzinformationen zu Untersuchungen
- Tabellen, Protokolle, Adressen, Literatur

Kommentar [aus: "Wasser 95"]: Dieses Heft besticht in vielerlei Hinsicht:
- Die klare Gliederung (Methodenfrage, fächerübergreifende Anregungen, Projektbeispiele, ergänzenden Fachinformationen, Tabellen, Protokolle, Adressen und Literatur) gibt "Anfängern" Hilfestellung in allen Projektphasen,
- die einzelnen Beiträge sind kurz und ohne unnötigem (Ausschmückungs)Ballast,
- die Illustrationen textergänzend, und - die Informationsdichte ist sogar für Experten beeindruckend.
- also eine Publikation, mit dessen Assistenz kein Wasserprojekt schiefgehen dürfte.

Didaktische Überlegungen zu "Flüsse im Stadtteil":
Umwelterkundungen und Umweltprojekte lassen sich an vielerlei Themen und Sachproblemen entwickeln. Warum sollten wir unsere Aufmerksamkeit den Fließgewässern zuwenden?
- Fließgewässer sind allgegenwärtig. In der Nähe jeder Schule bahnt sich ein Bach oder Fluß seinen Weg. - Fließgewässer lassen sich gut untersuchen und erlauben faszinierende Einblicke in das lebendige und bedrohte Ökosystem.
- Fließgewässer sind Abbilder unseres Umgangs mit der Natur. Sie werden benutzt, unseren Interessen unterworfen, sie werden begradigt, verrohrt, als Müllkippe oder Transportrinne für Abfälle und Fäkalien mißbraucht. Gleichwohl suchen wir sie auf, suchen im hektischen Alltag nach Plätzen der Erholung und Entspannung, nach Refugien einer noch scheinbar unberührten Natur. Hier gestalten wir unsere Freizeit, baden, paddeln oder segeln, füttern die Enten oder genießen ganz einfach die Ruhe, die für solche kleinen Oasen inmitten der städtischen Hektik und Betriebsamkeit so charakteristisch ist.
- Fließgewässer sind lohnende Objekte für einen umweltorientierten Unterricht. Das gilt nicht nur für biologische und chemische Gewässeruntersuchungen. Es geht auch um die Bedeutung der Flüsse für den Stadtteil, es geht um unser ästhetisches Empfinden, es geht um unsere Gewohnheiten. Die Umweltproblematik ist komplex und läßt sich nicht mit dein Handwerkszeug nur eines Schulfaches hinterfragen. Untersuchungen von Fließgewässern sprechen daher "naturgemäß" eine Vielzahl von Fachrichtungen an: Aus dem naturwissenschaftlichen Bereich ebenso wie aus dem gesellschaftswissenschaftlichen oder dem künstlerisch-literarischen Bereich.

Die Untersuchung von Fließgewässern kann uns mehr erschließen als das Erheben von Daten. Auch wenn dies wichtige Fertigkeiten sind, die es lohnt, Schülern zu vermitteln. Fragen der Wassernutzung und -ausnutzung, der Besiedlung und Industrialisierung können sich ebenso ergeben wie etwa historische oder ethisch-religiöse Fragestellungen:
Welche Interessen haben wir an einem Gewässer?
Wie sah das Gewässer vor 100 Jahren aus? Wie behandeln Naturreligionen das Thema Wasser?

Informationen zu G.R.E.E.N.:

G.R.E.E.N. ist ein internationales Projekt zur Umwelterziehung an Fließgewässern, das 1984, an der Universität Michigan unter Leitung von Prof. William B. Stapp entwickelt wurde G.R.E.E.N. ist die griffige Bezeichnung für das Global Rivers Enviromnental Education Network.

Das G.R.E.E.N.-Projekt ist offen für alle Gruppen, die sich auf unterschiedliche Art und Weis mit Fließgewässern beschäftigen wollen. Von den "Chemikern", die Verschmutzungen nachspürer bis zu den "Künstlern", die ein vorn Menschen geprägtes Gewässer fotografisch dokumentiere wollen.

G.R.E.E.N. fördert die Kommunikation zwischen Schülergruppen, die an Umwelterkundunge und ökologischen Projekten rund um das Thema Fließgewässer teilnehmen. Lokal und regional: über Schüler-Workshops und Zusammenkünfte, national und internationalüber die Errichtung eine Schulnetzes zur Computer-Kommunikation. Damit bietet sich auch die Möglichkeit, Sachtexte über die im Umweltprojekt gesammelten Erfahrungen und Ergebnisse im Fremdsprachenunterricht 5 behandeln. In über 125 Ländern der Erde werden Umwelterkundungen nach der Idee des G.R.E.E.N.-Projekt durchgeführt.